Endgültige Absage an Straßenbahn

Neu-Isenburg ‐ Der Magistrat lehnt eine Straßenbahnverlängerung durch die Frankfurter Straße ab. Von Katrin Stassig

Dieser und andere Punkte sind in der Stellungnahme zum Nahverkehrsplan für den Kreis Offenbach festgehalten. Dieser wird alle fünf Jahre fortgeschrieben, aktuell für die Jahre 2011 bis 2015. Der Plan umfasst eine Bestandsaufnahme und enthält Verbesserungsvorschläge. Er liegt nun der Stadt und anderen Beteiligten zur Stellungnahme vor.

Die Verlängerung der Straßenbahn über die Frankfurter Straße bis nach Dreieich hatte kürzlich die den Grünen nahe stehende Montagsrunde wieder aufs Tapet gebracht (wir berichteten). Der Magistrat lehnt jedoch die Aufnahme der Verlängerung als langfristige Option im Entwurf des Nahverkehrsplans grundsätzlich ab. Die Gründe: Eine Straßenbahn würde zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Frankfurter Straße als Haupteinkaufsstraße führen. Der verfügbare Straßenraum sei mit 19 Metern nicht ausreichend. Außerdem würde eine Straßenbahn die bereits begonnene „stadtgestalterisch erforderliche und erwünschte Aufwertung der Frankfurter Straße“ ausschließen.

Der 2007 abgeschlossene Umbau zwischen Friedhofstraße und Peterstraße sei mit Landesmitteln bezuschusst worden. Innerhalb einer Frist von 15 Jahren dürfe die geförderte Umbaumaßnahme nicht verändert werden. Mittelfristig solle die Neugestaltung bis zur Friedensallee fortgesetzt werden. Deshalb regt der Magistrat an, dass die Straßenbahnverlängerung aus dem Nahverkehrsplan herausgenommen wird.

Die Stadtverordneten werden voraussichtlich in ihrer Sitzung am 1. Dezember über die Stellungnahme abstimmen, da sich zunächst noch die Ortsbeiräte Gravenbruch und Zeppelinheim mit dem Thema beschäftigen sollen.

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