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Energiekosten große Herausforderung

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Von: Holger Klemm

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Der Platz ist für das Aufbringen des Kunstrasens vorbereitet, nur die Temperaturen spielten zunächst nicht mit. Inzwischen wird schwarzer Gummibelag aufgetragen. Hinten stehen die Säcke mit Sand-Kork-Granulat bereit.
Der Platz ist für das Aufbringen des Kunstrasens vorbereitet, nur die Temperaturen spielten zunächst nicht mit. Inzwischen wird schwarzer Gummibelag aufgetragen. Hinten stehen die Säcke mit Sand-Kork-Granulat bereit. © -Postl

Die Stadt Neu-Isenburg hat ihren Sportbericht für das Jahr 2022 vorgestellt. Neben Investitionen im Sportpark geht es um die große Herausforderung der steigenden Energiekosten.

Neu-Isenburg – „Der Sport und unsere Vereine stehen vor großen Veränderungen und benötigen mehr denn je unsere Unterstützung“, betont der zuständige Dezernent Christian Beck. Und das geht aus dem Sportbericht für das vergangene Jahr hervor, der den Stadtverordneten nun zur Kenntnis vorliegt.

Kaum ist der Sportbetrieb nach den Pandemiejahren langsam wieder angelaufen, stellt sich mit den steigenden Energiekosten eine neue große Herausforderung. „Im vergangenen Jahr hat die Stadt 388 514 Euro dafür gezahlt. Wir müssen dringend den Umbau zu klimaneutralen Sportstätten beginnen“, fordert Beck. Erstmals wurde ein Energiekostenzuschuss von 14 472 Euro an die Vereine überwiesen, die unter dem Anstieg zu leiden haben. Wichtig sei, dass die Teilhabe am Sport und dem Vereinsleben weiterhin für jeden und jede finanzierbar bleibt. „Denn unbestritten ist, dass der Sport mit seinen vielfältigen Angeboten wesentlich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Gesunderhaltung beiträgt“, führt der Sportdezernent weiter aus.

Prioritätenliste

Nach der von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Prioritätenliste werden in Neu-Isenburg die Sportstätten saniert. 1,48 Millionen Euro wurden 2022 im Sportpark Alicestraße investiert. Die Flutlichtanlagen im Stadion und am neuen Kunstrasenplatz erhalten eine CO2-sparende LED-Beleuchtung und eine neue Steuer- und Regelungstechnik (55 502 Euro). Voraussichtlich im Juni ist der neue Stadionrasen (615 000 Euro, inklusive Beleuchtung, Baugrunderneuerung und Entwässerungssystem) laut Magistrat bespielbar. Die Sanierung wird vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport mit 50 000 Euro gefördert.

Bereits im Mai kann der neue Kunstrasenplatz eingeweiht werden. Inklusive der neuen Flutlichtanlage kostet die Umwandlung des alten Hartrasenplatzes in einen nachhaltigen, mit Kork und Sand verfüllten Kunstrasen rund 870 000 Euro.

Duschanlagen sanieren

Darüber hinaus wurde im vergangenen Jahr eine neue Zentralheizung in der Sportanlage Zeppelinheim eingebaut und begonnen, die sanitären Anlagen der Sportanlagen zu sanieren. Rund 48 000 Euro kostet die Sanierung eines Duschraums, insgesamt müssen in den nächsten Jahren 20 Duschanlagen saniert werden. Zwei Duschanlagen in der Geschwister-Scholl-Sporthalle und die Toilettenanlage in der Sporthalle Buchenbusch wurden 2022 erneuert. In diesem Jahr folgen zwei Duschanlagen im Stadion im Sportpark und eine in der Sporthalle Zeppelinheim.

„Wenn wir den Sport und die Angebote fördern, geht es um mehr als um Sport und Bewegung, sondern auch um die Themen Inklusion, Integration, Teilhabe und Gesundheitsförderung, die für eine Stadtgesellschaft sehr wichtig sind“, sagt Bürgermeister Gene Hagelstein. So wurden für die Förderung der Kultur- und Sportvereine im vergangenen Jahr 221 059 Euro ausgegeben (2021: 222 067 Euro). Davon erhielten die Vereine Zuschüsse für die Übungsleiter in Höhe von 108 799 Euro (2021: 130 146 Euro) sowie 81 102 Euro für Grund- und Zusatzbeiträge (2021: 87 286 Euro). Die Stadt zahlte 50 760 Euro als Zuschüsse für verschiedene investive Maßnahmen der Vereine aus.

Umfrage

Im Ausblick auf 2023 verweist Beck auf die laufende Umfrage, um herauszufinden, wie gut die Sportstadt Neu-Isenburg aufgestellt ist, aber auch um das geänderte Sport- und Freizeitverhalten der Bevölkerung zu ermitteln. Mit den ersten Ergebnissen wird im zweiten Quartal des Jahres gerechnet. Dazu gibt es flankierend Gespräche mit Vereinen, Schulen und Bürgern.

Neben den regelmäßigen Veranstaltungen der Isenburger Sportserie „Gemeinsam bewegen“ wird am Sonntag, 9. Juli, der erste Challenge Day, im Rahmen des Sportaktionstages #bewegungerleben des Sportkreises Offenbach veranstaltet. In der Fußgängerzone und auf dem Vereinsgelände des TV 1861 warten von 11 bis 17 Uhr Spiel- und Sportmöglichkeiten für die ganze Familie. Vor der Pandemie gab es regelmäßig solche Veranstaltungen im Sportpark. Die Vereine sind dazu auf die Stadt zugekommen. Von dem neuen Veranstaltungsort mitten in der Innenstadt erhoffen sie sich einen noch größeren Zuspruch.

Weiteres Highlight: Vom 12. bis 15. Juni wird Neu-Isenburg als Host Town Sporttreibende aus Guyana empfangen, die an den Special Olympics World Games in Berlin teilnehmen werden.

Von Holger Klemm

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