Energienetzwerk für eine bessere Beratung

+
Das Thema Energie hat den Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt und Verkehr in seiner Sitzung am Mittwochabend beschäftigt.

Neu-Isenburg ‐ Das Thema Energie hat den Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt und Verkehr in seiner Sitzung am Mittwochabend beschäftigt. Unter anderem ging es um eine Vorlage des Magistrats, wonach in der Hugenottenstadt ein Energienetzwerk begründet werden soll. Von Katrin Diel

Ein solches Netzwerk gibt es bereits in Langen. Auf Initiative der Volksbank Dreieich soll dieses Projekt auch in Isenburg gestartet werden – unter Beteiligung der örtlichen Energieberater und Handwerksbetriebe. Auch Stadt und Stadtwerke wollen dem Netzwerk beitreten. Ziel ist es, die Bürger künftig bei energetischen Sanierungen und Energieeinsparprojekten noch besser zu unterstützen und Beratungsleistungen zu koordinieren.

Ferner soll eine Bürger-Energiegenossenschaft aufgebaut werden, an der sich Isenburger mit einem Geschäftsanteil von mindestens 100 Euro beteiligen können.

Jene Bürger, die sich mit dem Gedanken tragen, auf ihrem Dach eine Solaranlage anzubringen, möchte die SPD unterstützen. Der Vorschlag, ein Dachflächenkataster zu erstellen, stieß jedoch bei den anderen Fraktionen auf Skepsis. „Ein Luftbild nutzt nichts“, meinte die FDP-Fraktionsvorsitzende Edith Reitz. „Ich weiß als Hausbesitzer, in welche Richtung mein Dach liegt.“ Entscheidend sei, ob die Statik des Daches eine solche Anlage aushalte. Und das sage einem das Luftbild nicht.

Belohnungssystem für Bürger?

Ähnliche Einwände kamen von Seiten der CDU. Wer als Hausbesitzer eine Solaranlage plane, der kontaktiere eine Fachfirma oder einen Energieberater und sehe sich keine Luftbilder seines Hauses im Internet an.

Karl-Heinz Fahn (SPD) wandte ein, dass ein solches Dachflächenkataster nach Erfahrungen aus anderen Städten die Bürger zum Umdenken motiviere. Der Ausschuss will nun weitere Informationen einholen: Wieviel kostet die Erstellung eines Kataster und wie viele Einwohner haben daraufhin eine Solaranlage auf ihrem Dach gebaut?, so die Fragen. Die Grünen haben ihren Vorschlag für ein Belohnungssystem für Bürger mit niedrigem Energieverbrauch wieder auf die Tagesordnung gebracht. Ein solches gibt es in Frankfurt. Dort zahlt die Stadt privaten Haushalten einmalige Prämien ab einer Stromeinsparung von zehn Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum.

Die Grünen hatten beim Magistrat angefragt, ob ein solches System auch in Isenburg möglich sei. Dies sei grundsätzlich machbar, lautete die Antwort. „Wir werden zu dieser Sache einen Antrag im Haushalt stellen“, kündigte Hans-Jürgen Hänsel (Grüne) an.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare