Dr. Herbert Drouin wird heute 80 Jahre alt

Engagiert für seine Heimatstadt

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Dr. Herbert Drouin vor seinem Familienwappen.

Neu-Isenburg - Engagierter Isenburger mit hugenottischen Wurzeln: Dr. Herbert Drouin wird heute 80 Jahre alt. In der siebten Generation erblickte der Jubilar am 23. Januar 1936 als Nachkomme der Hugenotten-Familie Drouin das Licht der Welt.

Der echte Isenburger machte sein Abitur an der Goetheschule und absolvierte anschließend ein erweitertes Chemie-Studium an der Technischen Hochschule Darmstadt. 1967 wurde Drouin von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen der akademische Grad „Dr. -Ing. “ in Physikalischer Chemie verliehen. Zahlreiche Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften der Chemie, Physiologie, Pharmakologie und Biophysik stammen aus der Feder des promovierten Naturwissenschaftlers. Seinen Ruhestand nutzt Herbert Drouin, um seine Aufmerksamkeit der Schädlichkeit der Luftschadstoffe in Neu-Isenburg und im Rhein-Main-Gebiet zu widmen. Er ist seit Jahren aktives Mitglied von Bürgerinitiativen und des Vereins „Neu-Isenburg: Wir wollen hier gesund weiter leben“.

Als ausgewiesener Experte für die Auswirkungen von Feinstaub auf die Gesundheit hat er sich vor Gericht des Öfteren sachverständig zu Wort gemeldet. So hat er seine Heimatstadt beispielsweise auch bei Flughafenprozessen unterstützt. Sein Ziel, so sagt er, ist es, der Verharmlosung der Luftverschmutzung durch den Frankfurter Flughafen entgegenzuwirken. „Es war mir eine persönliche Verpflichtung, mich als Isenburger mit meinen Kenntnissen in die Mediation im Rahmen des Flughafenausbaus mit der Folge der immer größer werdenden Lärmemissionen und Schadstoffbelastung, gerade auch über Neu-Isenburg, einzubringen“, betont Drouin. Insbesondere das Nachtflugverbot war ihm ein besonderes Anliegen. „Da kann man als engagierter Bürger nicht einfach still sitzen und den Mund halten, wenn man es aus der wissenschaftlichen Forschung anders weiß“, sagt er.

Grund genug für die Stadt, ihn anlässlich seines runden Geburtstags zu würdigen: „Wir bedanken uns für seinen Einsatz. Es ist schön, einen hochqualifizierten Experten bei allen Fragen zur Lebensqualität in unserer Stadt an unserer Seite zu wissen“, sagt Bürgermeister Herbert Hunkel. Drouin schaut auf diverse interessante Stationen seines beruflichen Weges zurück. Nach der Habilitation für Physiologie 1979 folgte 1981 der Ruf in die USA, wo er bis 1984 als Visiting Professor of Physiology an der School of Medicine der Boston University tätig war. 1984 zog er weiter an die Uni Konstanz, 1989 folgte ein Aufenthalt an der Medizinischen Universität zu Lübeck und ab 1993 bis zum Ruhestand forschte er am Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt.

Bilder: 39. Hugenottenlauf in Neu-Isenburg

Noch heute ist er Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Biophysik, in der Deutschen Physiologischen Gesellschaft und in „The New York Academy of Sciences“. Nicht ohne Stolz präsentiert der Jubilar das Familienwappen der Drouins. Es zeigt eine Linde, die in der Heraldik als Hinweis auf eine Gerichtsperson, Schöffe oder Schultheiß gilt. Für den deutschen Zweig wurde als Erinnerung an die französische Heimat die Bourbonenlilie zwischen zwei Flügeln als der Isenburgische Helmzier gesetzt.  (nn)

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