Gewobau investiert 6,4 Millionen und saniert 153 Wohnungen

Enormes Baupensum vor der Brust

Neu-Isenburg - Kein kleines Baupensum: Rund 6,4 Millionen will die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewobau in diesem Jahr investieren. Den größten Teil des Budgets schlucken Modernisierungen, 2,3 Millionen Euro entfallen auf energetische Sanierung.

Insgesamt 153 Wohnungen in 16 Häusern sollen 2016 noch auf Vordermann gebracht werden, „bevor dann der große Angriff aufs Birkengewann folgt“, wie Gewobau-Geschäftsführer Stephan Burbach es formuliert. Denn die Fünfjahresplanung wird bestimmt von dem einen Mammutprojekt: Die Vorbereitungen für die Bebauung des Neubaugebiets Birkengewann laufen längst, spätestens Anfang 2018 hofft die Gewobau die ersten Häuser hochziehen zu können. In den nächsten fünf Jahren fließen nach heutigem Kosten- und Zeitplan etwa 15 Millionen Euro für die Modernisierung von rund 300 weiteren Wohnungen. Im Birkengewann wird die Gewobau 225 Neubauwohnungen hochziehen. Investitionssumme dort? Rund 47 Millionen, „ohne die Reihenhäuser und die neue Obdachlosenunterkunft“. Derzeit erarbeitet die Gesellschaft mit der Stadt Wohnkonzepte für die rund 16.500 Quadratmeter Grundstücksfläche, die ihr auf dem Areal zur Verfügung stehen. Fest steht laut Burbach schon, „dass wir mit 95 barrierefreien Wohnungen anfangen“.

Wenn’s an die Modernisierung von Bestandswohnungen geht, äußern viele Mieter laut Burbach den Wunsch nach einem größeren Balkon. Der werde oft erfüllt, in diesem Jahr erhalten etwa die Häuser Gartenstraße 55-57 und Schützenstraße 82 insgesamt 27 neue Balkone. Die alten werden dafür abgerissen, komplett neue hochgezogen. Ein Vorteil dieser Bauweise sei, dass die Wärmedämmung effektiver wird, da die Balkonbodenplatte thermisch vom Gebäude entkoppelt wird. 2015 wurden 69 Balkone an Wohnungen in acht Häusern so angebaut, zu sehen ist das Ergebnis beispielsweise in der Friedhofstraße 26-28. Die Gewobau hat laut Burbach seit dem Jahr 2004 insgesamt 569 Balkone an Wohnungen angebaut und dafür rund 5,3 Millionen Euro ausgegeben.

Bei der sukzessiven Sanierung der überwiegend in den 50er und 60er Jahren entstandenen Wohnungen investiert das Unternehmen seit Jahren im Schnitt sieben Millionen Euro pro Jahr. Im Fokus stehen laut Burbach bei der Sanierung unter anderem umfangreiche Wärmedämmungen der Häuser. Der Geschäftsführer berichtet, dass die Gesellschaft mit den Dämmungen in Verbindung mit der Erneuerung von Fenstern und Heizungen bereits Energieeinsparungen von bis zu 60 Prozent erreicht habe.

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Folgende Häuser modernisiert die Gewobau dieses Jahr: Goethestraße 123 und 125 sowie Gartenstraße 55-57 mit jeweils insgesamt 18 Wohnungen, Schützenstraße 82 mit neun Wohnungen, Schützenstraße 78 und 80 mit 18 Wohnungen, 27 Wohnungen im Haus Gartenstraße 59-63, 23 Stück in der Eichendorffstraße 4-8 sowie 43 Wohnungen in der Offenbacher Straße 107-109a. Vergangenes Jahr investierte die Gewobau rund 5,8 Millionen und hat damit 143 Wohnungen modernisiert. Insgesamt verwaltet die Gesellschaft einen eigenen Bestand mit 2488 Wohnungen.

Als Burbach dies alles diese Woche vorstellt, fügen Bürgermeister und Erster Stadtrat mit Nachdruck noch an, dass die Gewobau 1071 Sozialwohnungen habe, „damit ist Isenburg kreisweit an erster Stelle“. Man ahnt, wie oft die Stadtoberen in den vergangenen Monaten nach diesem Thema gefragt wurden, als Rathauschef Herbert Hunkel noch sagt: „571 Wohnungen hat die Gewobau in den letzten drei Jahren vermietet, davon 28 für Flüchtlinge, das sind 4,9 Prozent.“ Es sei also sicher nicht so, dass die Isenburger keine Wohnungen mehr fänden.

hov

Rubriklistenbild: © dpa

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