Stadt sieht keine Engpässe bei der U3-Betreuung

Entspannt dem Stichtag entgegen

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Doris Kaut, Leiterin des Vereins Kaleidoskop, präsentiert den neu gestalteten Außenbereich des ehemaligen Kinderzentrums in der Schwalbenstraße. Bürgermeister Herbert Hunkel und Erster Stadtrat Stefan Schmitt sehen mit der Kita das Betreuungsangebot weiter verbessert.

Neu-Isenburg - Während andere Rathauschefs mit großer Sorge dem Stichtag für den Gesetzesanspruch bei der U3-Betreuung entgegenblicken, kann Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel ganz entspannt sein. Von Holger Klemm

Seine Stadt gehört zu den ganz wenigen, die die Vorgaben mehr als erfüllen. Gestern stellte er das umgebaute Kinderzentrum in der Schwalbenstraße in Gravenbruch vor, mit dem das Betreuungsangebot in dem Stadtteil für alle Kinder unter sechs Jahren verbessert wird. „Wir haben rechtzeitig mit dem Ausbau der Plätze begonnen“, versichert Hunkel. Dabei habe man sich am Bedarf und nicht an der Quote orientiert. Und dies war nach Meinung des Bürgermeisters richtig. Neu-Isenburg komme auf eine Betreuungsquote von 50 Prozent und könne den Bedarf abdecken.

Insgesamt gab es 2012 260 Plätze für die Ein- bis Dreijährigen in ganz Neu-Isenburg. Eine weitere Gruppe kommt nun in dem umgebauten Gebäude in der Schwalbenstraße hinzu. Zusätzlich wurden für dieses Jahr die Rahmenbedingungen für drei weitere Gruppen im Alten Stadthaus in Trägerschaft des Vereins Kaleidoskop sowie zwei der Toddlers geschaffen. Da der Bedarf im U3-Bereich vorerst aber gedeckt erscheint, wird im Alten Stadthaus wohl nur noch eine Gruppe benötigt. Wichtig seien nun zusätzliche Kita-Plätze, um einen rascheren Wechsel von U3 in den Kindergarten zu gewährleisten.

Ein Wickeltisch für die U3-Gruppe

Dem entspricht auch die neue Kita-Einrichtung im ehemaligen Kinderzentrum in Gravenbruch, das von der Stadt für die Bedürfnisse jüngerer Kinder umgebaut wurde. Die Kosten betrugen 100.000 Euro und entfallen im Wesentlichen auf eine grundlegende Renovierung, Umbauten im Sanitärbereich und den Außenanlagen sowie die Einrichtung eines Wickeltischs für die U3-Gruppe. Die bisherigen Hortgruppen sind in die Ludwig-Uhland-Schule umgezogen.

Mit der Investition reagiert die Stadt auch auf die steigende Kinderzahl in Gravenbruch. In der Schwalbenstraße ist Platz für zwei Gruppen für Drei- bis Sechsjährige sowie eine U3-Gruppe in Trägerschaft des Vereins Kaleidoskop. Die erste Kita-Gruppe ist bereits mit Dreijährigen voll belegt, die zweite wird mit Kindern besetzt, die noch auf der Warteliste stehen. Berücksichtigt wird vor allem der Nachwuchs von berufstätigen Eltern. „Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kitakinder ist da“, berichtet Doris Kaut, Leiterin des Kaleidoskops. Mit den neuen Räumen ist sie sehr zufrieden. „Das macht richtig Spaß.“ Mit der Inbetriebnahme der neuen Kita kann der Verein in Zukunft in ganz Neu-Isenburg bis zu 100 Kindergartenkinder betreuen. Hinzu kommen noch einmal sieben U3-Gruppen mit bis zu 84 Plätzen.

Vielfältiges Angebot

Das Kaleidoskop erhält von der Stadt entsprechend der Richtlinien einen Betriebskostenzuschuss. Einen ganzen Kita-Platz fördert die Stadt mit 340 Euro und für einen Zwei-Drittel-Platz gibt es 290 Euro monatlich. Für einen U3-Ganztagesplatz zahlt die Stadt einen Zuschuss von 360 Euro pro Kind und Monat und für einen 14-Uhr-Platz 314 pro Kind und Monat.

Hunkel bezeichnet den Verein Kaleidoskop als zuverlässigen und starken Partner bei der Kinderbetreuung. Wichtig ist ihm aber auch die Feststellung, dass alle Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen gleichermaßen von der Stadt gefördert werden. „Wir möchten ein vielfältiges und qualitativ-hochwertiges Angebot in Neu-Isenburg etablieren.“

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