Erinnerungen an das alte Schießhaus

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Die Erkennungsmelodie der AlWAHe-Band wurde von den Medium Swingers - hier mit Isabelle Schnürle und Manfred Köhler - bei der Veranstaltung im Schießhaus präsentiert. Zeitzeuge Herbert Schäfer (links) freute sich darüber.

Neu-Isenburg ‐ Im Isenburger „Schießhaus“, also jenem Ort in Gravenbruch, an dem die berühmte „AlWaHe“ Kultkapelle ihre größten Erfolge feierte, plauderte einer, der damals „live“ dabei war, aus dem Nähkästchen. Von Leo F. Postl

Herbert Schäfer, selbst für zwei Jahre Mitglied der Band, berichtete im Rahmen der Veranstaltung des Vereins für Geschichte, Heimatpflege und Kultur (GHK) unter dem Motto „Schießhaus-Time: nix zu esse, aber gedanzt wie de Lump am Stecke“ von jener Zeit, in der Dixie- und Swing-Melodien ihren Weg an die Öffentlichkeit suchten. Für die Musiker war es direkt nach dem Krieg noch mit Risiken verbunden.

GHK-Vorsitzender Herbert Hunkel war es gelungen, mit Herbert Schäfer einen Zeitzeugen zu gewinnen. Es war fast wie in alten Zeiten, die die Medium Swingers zumindest musikalisch wieder aufleben ließen. Die Band um ihren „Chef“ Fritz Richter, der auch ein blitzschneller Arrangeur ist, versteht sich als Bewahrer jener Musikkultur, die damals kurz nach dem Krieg, vor allem die Jugend in ihren Bann gezogen hat.

In den Trümmern der Hugenottenstadt fanden sich Musik begeisterte Jugendliche zusammen, die selbst spielen wollten – keine Militärmusik, wie noch unter den Nazis verordnet, sondern „schwungvolle“ Melodien aus den USA. So entstand die AlWaHe-Band, benannt nach den Vornamen der Gründer Alois Krapf, Walter Jünger, Heinz Boucher – Herbert Schäfer kam später dazu.

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