Erschließung des Baugebiets Birkengewann

Straßennamen nach Ehrenbürgern

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Neu-Isenburg - Bis die ersten Fundamente zu sehen sein werden, zieht immer noch reichlich Zeit ins Land. Aber es geht nun mit größeren Schritten voran mit dem Birkengewann.

Stadtverordnete und Magistrat haben beschlossen, dass die Erschließung des letzten großen Neubaugebiets der Stadt von einem externen Unternehmen bewerkstelligt werden soll und nicht in Eigenregie. Mit einer europaweiten Ausschreibung soll ein sogenannter Erschließungsträger gesucht werden. Weil die Sache so komplex ist, wird ein Fachanwalt das zweistufige Ausschreibungsverfahren begleiten. Schon zum Jahresanfang werde die Suche beginnen, sagt Bürgermeister Herbert Hunkel. „Geplant ist, 2015 den neuen Erschließungsträger zu beauftragen und 2016 nach Abschluss der Baulandumlegung mit der Erschließung zu beginnen.“

Der derzeitige Plan sehe vor, „dass Ende 2016 die Eigentümer ihre Grundstücke bebauen können“. So ist es dem vierseitigen Vergabekonzept eines auf solche Verfahren spezialisierten Anwalts zu entnehmen. Dieser hatte der Stadt die Vergabe der Erschließung an einen externen Träger ans Herz gelegt - auch mit der Begründung, dass „vor dem Hintergrund der begrenzten personellen Kapazitäten auf Seiten der Stadt Neu-Isenburg der mit einer Erschließung zusammenhängende Aufwand kaum selbstständig realisierbar sein dürfte“.

Zirka 14,3 Millionen Euro sollen in die Erschließung der knapp 23 Hektar gesteckt werden, die im Norden und Osten begrenzt werden durch die Offenbacher Straße, im Süden durch die Friedhofstraße und im Westen durch die Straße Am Trieb. Soweit sie ausschließlich der Entwicklung des neuen Baugebiets dienen, sollen diese Kosten auf alle Beteiligten, also die Grundeigentümer, umgelegt werden. Darüber hinausgehende Erschließungsarbeiten, hochgerechnet rund 1,36 Millionen Euro, werde die Stadt alleine tragen, so der Rathauschef. Vor allem Wohnträume sollen bekanntlich im Birkengewann wachsen - geplant sind etwa 80 Doppelhäuser sowie 13 Felder für Reihen- und 19 für Mehrfamilienhäuser. An der Sankt-Florian-Straße soll ein Lebensmittelmarkt, an der Straße Am Trieb eine Kita entstehen - denn vor allem auch junge Familien hat die Stadt bekanntlich als neue Bewohner im Visier.

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Die Straßen sollen die Namen von fünf Isenburger Ehrenbürgern bekommen. Pate stehen neben Astronaut Thomas Reiter auch Walter Norrenbrock, Rudi Seiferlein, Anny Schlemm und Robert Maier. Nicht vorgesehen sind die Namen von Kammersänger Franz Völker und dem einstigen Bürgermeister Ludwig Arnoul. Die beiden haben schon eine eigene Straße. Um die 90 Grundstückseigentümer sind an dem Baulandumlegungsverfahren beteiligt. Bereits im Sommer 2009 war mit der komplizierten Baulandumlegung begonnen worden.

hov

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