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Erste Eindrücke der Neuen Welt in Neu-Isenburg

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Von: Holger Klemm

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Um sich das Stadtquartier besser vorstellen zu können, hat die Gewobau Visualisierungen des Hochbauprojekts mit 252 Wohnungen erstellen lassen. So wird es einmal in der geplanten Elise-Streb-Straße aussehen. visualisierung:Gewobau
Um sich das Stadtquartier besser vorstellen zu können, hat die Gewobau Visualisierungen des Hochbauprojekts mit 252 Wohnungen erstellen lassen. So wird es einmal in der geplanten Elise-Streb-Straße aussehen. visualisierung:Gewobau © Visualisierung: Gewobau

Dort wo vor Kurzem noch eine öde Freifläche im Süden von Neu-Isenburg lag, hat sich gewaltig etwas getan. Auf dem Gelände der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewobau in der Neuen Welt, dem ehemaligen Stadtquartier Süd, entstehen aktuell die Tiefgaragen für das erste dortige Projekt der Gewobau mit 252 Wohnungen.  An die 100 Arbeiter dürften im Einsatz sein.

Neu-Isenburg .- Trotz der aktuellen Probleme bei der Verfügbarkeit von Firmen und der Materialknappheit zeigt sich Gewobau-Geschäftsführer Stephan Burbach zuversichtlich. Bislang laufe alles gut. Ein Problem seien allerdings die Preisentwicklungen für die Aufträge, die niemand vorhersehen kann. Da komme es auf die Verhandlungen an. Derzeit liegen die Kosten für die gesamte Investition bei mehr als 250 Millionen Euro.

Um einen ersten Eindruck von dem neuen Quartier zu bekommen, hat die Gewobau Visualisierungen erstellen lassen. „Das wird schön aussehen“, ist sich Burbach sicher. Neben der Umsetzung der Gestaltungssatzung wird auf viel Grün gesetzt.

Noch bevor die ersten Mieter einziehen werden, soll die neue Kita „Margareta Müller“ Ende 2024 an den Start gehen und Platz bis zu 136 Kindern bieten. Vom historischen Gebäude der ehemaligen Branntweinmonopolverwaltung sind nur die Fassaden erhalten. Das neue Dach wird als große Pergola in Form des alten nachgebaut und soll als Spielfläche dienen.

Zu den Gewobau-Projekten zählt auch die Markthalle am „Platz zur neuen Welt 1“, von der ein positiver Effekt für das Quartier und das Stadtgebiet ausgehen soll. Geplant sind eine Gastronomie, eine Vinothek, 15 Marktstände sowie genügend Sitzplätze und Stehtische im Innen- und Außenbereich. Die Markthalle soll zum zusätzlichen attraktiven Treffpunkt in der Stadt mit dem angrenzenden Quartiersplatz werden. Der Start der Umbauarbeiten ist für Ende 2023 geplant, die Fertigstellung und Eröffnung für Ende 2025. Bürgermeister Gene Hagelstein hebt die große Bedeutung der Markthalle für die Neue Welt hervor. Denn oft werden Baugebiete ohne die benötigte Infrastruktur zum Einkaufen und für Treffpunkte geplant. Diesen Fehler wollte man in Neu-Isenburg nicht begehen.

Geplant ist eine Fernwärmeversorgung in der Neuen Welt mit einem Blockheizkraftwerk, mit der eine Gesamtersparnis an CO2-Emissionen von mehr als 400 Tonnen jährlich erzielt werden soll. Zudem sind Fotovoltaikanlagen in Mieterstrommodellen vorgesehen. Zum Thema Elektromobilität will die Gewobau mehr als 350 Abstellplätze in Tiefgaragen zur Montage von Wallboxen zum Laden von Elektro- und Hybridfahrzeugen vorrüsten. Die Häuser entstehen nach den Richtlinien für KfW-Effizienzhäuser 55 mit einer Dämmung durch Mineralwolle. Burbach spricht von einer wirtschaftlich vertretbaren sowie energetisch und sinnvollen Variante. Die CO2-Einsparung über 50 Jahre soll bei 837 Tonnen liegen.

Bei den beiden anderen Projekten der Gewobau entlang der Hugenottenallee mit weiteren 100 Wohnungen und Gewerbeeinheiten laufen Überlegungen, diese als KfW-40-Effizienzhäuser zu errichten. Die Bauzeit wurde dort auf 2025 bis 2030 nach hinten verlegt, um auf geänderte Bedingungen reagieren zu können.

Die Neue Welt wird auch zum Smart-City-Pilotquartier. Ein Bericht folgt.

Von Holger Klemm

Gewobau will 2024 mit der Vermarktung beginnen

Das gesamte elf Hektar große Areal der Neuen Welt (Stadtquartier Süd) wird durch die Frankfurter Gesellschaft Groß & Partner und die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewobau als Erschließungsträger entwickelt. Bei der Gewobau haben die Arbeiten für das erste Hochbauprojekt mit 14 Häusern und 252 Wohnungen begonnen, die auf zwei aneinander angrenzenden Tiefgaragen errichtet werden. Die Ausstattung der Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Mietwohnungen orientiert sich an den Neubauten der Gewobau, die zuletzt im Birkengewann gebaut wurden. Das bedeutet, dass die Mietwohnungen mit Parkettboden und Fliesen, einer Fußbodenheizung und einer Lüftungsanlage ausgestattet werden. Der Zugang zu den Wohnungen wird überwiegend barrierefrei gestaltet und der Zugang zu Abstellräumen, Gemeinschaftsräumen und den Parkplätzen in den Tiefgaragenetagen über Aufzüge gewährleistet. Geschäftsführer Stephan Burbach geht davon aus, dass die ersten Mieter 2025 einziehen können. Mit der Vermietung soll 2024 begonnen werden. Für Informationen steht die Gewobau schon jetzt zur Verfügung. hok

Derzeit entstehen auf dem Gewobau-Gelände die Tiefgaragen für die 252 Wohnungen. Auf dem
Derzeit entstehen auf dem Gewobau-Gelände die Tiefgaragen für die 252 Wohnungen. © Postl

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