Stefan Schmitt von CDU mit großer Mehrheit zum Kandidaten gekürt

Erster Stadtrat will Bürgermeister werden

Ein gutes Team: Stefan Schmitt weiß mit seiner Ehefrau Marion eine starke Partnerin an seiner Seite, die ihn im Bürgermeisterwahlkampf unterstützt.
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Ein gutes Team: Stefan Schmitt weiß mit seiner Ehefrau Marion eine starke Partnerin an seiner Seite, die ihn im Bürgermeisterwahlkampf unterstützt.

Mit 88,1 Prozent der Stimmen haben die Mitglieder der Neu-Isenburger CDU am Freitagabend in der Hugenottenhalle den Ersten Stadtrat Stefan Schmitt zu ihrem Bürgermeisterkandidaten nominiert. 59 von 67 Mitgliedern stimmten mit Ja.

Neu-Isenburg – „Ich bin glücklich über das Ergebnis und freue mich über das in mich gesetzte Vertrauen“, sagt Schmitt und betont, dass er ein gutes Team für den Wahlkampf hinter sich weiß. In einer sehr persönlichen Vorstellung zeichnet der CDU-Bürgermeisterkandidat seinen politischen Werdegang nach. „Ich habe mein großes Hobby Politik zum Beruf gemacht“, erklärt der Vater von zwei Söhnen, der sich für die große Unterstützung bei seiner Frau Marion bedankt.

Inspiriert von Bundeskanzler Kohl tritt Schmitt, ein echter Isenburger Bub, 1991 in die CDU ein und übernimmt nur ein Jahr später als Vorsitzender der Jungen Union Verantwortung. Seit 1993, gerade einmal 19 Jahre alt, ist er Stadtverordneter, dabei acht Jahre Vorsitzender des Sozialausschusses und elf Jahre Fraktionsvorsitzender der CDU. Der Stadtverordnetenversammlung und danach dem Magistrat gehört der 47 Jahre alte Bankkaufmann seit 28 Jahren ununterbrochen an. Schmitt ist Mitglied des Kreistags und dort CDU-Fraktionsvorsitzender.

„Mit dem Verzicht von Herbert Hunkel auf den Bürgermeisterwahlkampf hat die CDU eine reelle Chance, den Bürgermeister zu stellen. Es wird schwer, wir werden uns auf eine Stichwahl einstellen müssen, aber gemeinsam können wir es schaffen“, verbreitet Schmitt in der Hugenottenhalle Optimismus.

Er sieht seinen Vorteil gegenüber den anderen drei Kandidaten Dirk Gene Hagelstein (SPD), Oliver Gröll (Grüne) und Thilo Seipel (FDP) in der Erfahrung, die er in den vergangenen elf Jahren als Berufspolitiker gesammelt hat. In seinem Dezernat ist Schmitt als Kämmerer für die Finanzen zuständig, damit liegen die Konsolidierung des Haushalts und die Vorlage ausgeglichener Etats in seinen Händen. Der DLB inklusive Abfallwirtschaft, Entwässerung, Grünpflege und Tiefbau gehört ebenso zu seinem Ressort wie das Ordnungsdezernat. Als Highlight seines bisherigen Verantwortungsbereichs nennt er die Initiierung des städtebaulichen Entwicklungsprozesses im Stadtquartier Süd, wo es voraussichtlich im nächsten Jahr mit den Erschließungsarbeiten losgehe.

Schmitt hat Ziele für den Posten auf dem Chefsessel im obersten Rathausgeschoss: „Es stehen viele große Aufgaben an. Der Ausbau der Digitalisierung, der Bau der Regionaltangente West, die Fortführung der Planung zum Stadtumbauprojekt mit der wichtigen Aufwertung des alten Ortes, die Sanierung der Hugenottenhalle, der Bibliothek, die Sanierung der Sportplätze, der Bau eines weiteren Kunstrasenplatzes und die Unterstützung der Vereine“, zählt Schmitt auf. Er betont auch, dass die Kinderbetreuung in allen Altersklassen beim Wachstum der Stadt auf dem gewohnt hohen Niveau mithalten müsse. Er stehe außerdem für eine breit angelegte Bürgerbeteiligung und ein vielseitiges Seniorenangebot. „Für all das brauchen wir eine starke Wirtschaft, eine Gewerbesteuer, die uns den Wohlstand der Stadt sichert, damit wir diese Infrastruktur und die weichen Standortfaktoren finanzieren können. Auch künftig soll die Wirtschaft Chefsache sein. Ich möchte gerne mit meinem beruflichen Hintergrund den Blick darauf lenken und gemeinsam mit den Mitarbeitern im Rathaus auf diesem Weg weitergehen.“

Die Folgen der Pandemie seien eine große Herausforderung. Schmitt spricht dabei nicht nur von der finanziellen Belastung für die Stadt. Es gelte auch das soziale Zusammenleben wieder in Gang zu bringen, die Kinder und Jugendlichen, die durch Corona viel entbehren mussten und noch müssen, wieder in die Vereine zu integrieren, die Ehrenamtler zu motivieren und die Senioren vor Vereinsamung zu schützen. „Ein Schwerpunkt des Wahlkampfs soll der Zusammenhalt der Isenburger und ihrer Identifikation mit der Stadt sein“, kündigt Schmitt an. Soweit die Pandemie es zulässt, wird er mit einem auffälligen orangefarbenen Zelt in der Stadt unterwegs sein, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Schmitt kündigt an, dass die CDU vorschlagen werde, den derzeitigen Bürgermeister Herbert Hunkel zum Ehrenbürger zu ernennen. „Es wäre schön, wenn Herr Hunkel der Stadt in dieser Form erhalten bleibt und ich unterstütze daher diesen Vorschlag, den sicher auch viele Bürger der Stadt begrüßen“, ist Schmitt überzeugt.

Die Kandidatur von Stefan Schmitt ist sicher der nächste und logische Schritt nach all den Jahren in Führungspositionen in der Partei und als Erster Stadtrat. „Sie wissen, woran Sie bei mir sind. Ich werde Ihnen weiter mit Offenheit und Ehrlichkeit begegnen“, verspricht der Kandidat. Die Partei macht in der Versammlung kein Geheimnis daraus, dass es bis kurz nach der Kommunalwahl noch einen zweiten Kandidaten für den Posten im Rathaus gab. Der Name wird nicht genannt. Jetzt stehe die CDU geschlossen hinter Schmitt. Er sei erfahren, kompetent und authentisch. „Wir gehen motiviert in den Wahlkampf, denn wir sind überzeugt, dass Stefan Schmitt und die Politik der CDU die Entwicklung unserer Stadt sehr gut voranbringen werden“, so die stellvertretenden Vorsitzenden Susanne Schmidt, Bernd Beyer und Pierre Fontaine.

Von Nicole Jost

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