„Etwas auf den Punkt gebracht“

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„Die Traktor“ war eine der Bands, die bei der Kulturinitiative „ipunkt“ auftrat.

Neu-Isenburg ‐ Es sind rund 200 Fans, die auf dem ehemaligen Gelände des Dienstleistungsbetriebes an der Hugenottenallee vor einer Bühne stehen, während auf ihr die Bands „Die Traktor“, „Dolf“, „Capulco“, „Straftat“, „Four Hout Fellas“, „Fire With Fire“ und „Sound Addict“  neun Stunden lang unter dem Motto „Räume statt Träume“ für Live-Musik sorgen. Von Enrico Sauda

Den Festival-Machern geht es darum, sich einen Raum für Konzerte zu ,erkämpfen‘, sagt Sprecherin Alice Blum. Zwar biete die Stadt viele geschlossene Konzepte wie etwa das Jugendcafé an – doch dieser Altersgruppe sind die meisten ipunkt-Mitglieder bereits entwachsen.

Die Initiative gründete sich in diesem Jahr als Reaktion auf das „Punk-Verbot“, wie Alice Blum sagt. Anlässlich des Open-Doors-Festivals Mitte des Jahres sollten ursprünglich keine Punk-Bands im Club Voltaire auftreten, da 2008 beim gleichen Event vor dem selben Club bei Auseinandersetzungen ein junger Mann schwer verletzt worden war. Schließlich erreichten die jungen Leute, dass doch gespielt werden durfte.

Doch das genügt ihnen nicht. „Viele von uns haben noch sehr viel Energie und wollten eben etwas auf die Beine stellen.“ Deshalb riefen sie „ipunkt“ ins Leben. „Das heißt so viel wie ,etwas in Neu-Isenburg auf den Punkt bringen‘“, so Alice Blum. Das Tüpfelchen auf dem „i“ eben.

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