Narrensitzung der Watzedonier

Drachenstarker Auftakt

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Knallbuntes Männerballett mit Horst Knippel als Biene Maja – dem Publikum gefiel’s bestens.

Neu-Isenburg - Feurige Feier im Gemeindezentrum von St. Josef: Unter dem Motto: „Watzedonier unter den Drachen“ hat die Karnevalsabteilung der TSG den Auftakt des Sitzungsreigens in der Hugenottenstadt zelebriert.

Akteure und Publikum waren zum Beginn der Session bereits bestens aufgelegt. Nicht nur Spiel-Drachen der Lüfte als Bühnen-Deko stimmen ins Thema ein. Mit Sandra Weiß ist auch gleich ein nahezu lebensechter Drache im Saal anzutreffen. Im dicken grünen Pelzkostüm samt entsprechend langem Schwanz zieht die junge Isenburgerin die Blicke auf sich – doch Schwitzen muss sie ganz alleine. Hilfe beim Hinsetzen gibt’s hingegen von ihrem Helfer Florian Plank. Auch andere Narren sind kostümiert gekommen – wie Renate und Michael Kaul, die sich mit einem kleinen Spieldrachen ausgestattet haben.

Guter Laune steht also nichts im Wege, das Publikum ist bei der 117. Fastnachtssitzung der Watzedonier bestens gelaunt. Der Elferrat der Gastgeber eröffnet mit seinem Einmarsch den höchst vergnüglichen und stimmungsvollen Abend und der Vorsitzende Horst Knippel kann unter den vielen Gästen auch das Isenburger Prinzenpaar sowie Watz Uwe Fräger und Oberlump Marcus Letz begrüßen. Ebenso darf die lokale Polit-Prominenz nicht fehlen.

Viel los in Neu-Isenburg

Sie alle erleben gleich zum Auftakt einen Programmpunkt, der die Stimmung anheizt: Das Männerballett lässt die Hüften wackeln. Protokoller Hajo Düll – diesmal nicht als „Klaaner dicker Troll“, sondern als ganz normaler Narr und Kümmler-Vizepräsident – hält dann den Isenburgern wie stets gekonnt den Spiegel vor. Vom Rücktritt des Papstes über sommerliche Gluthitze bis zum Bahn-Chaos reichen seine Notizen. Aber auch in Neu-Isenburg sei ganz schön was los gewesen, erinnert sich der Protokoller.

Die Freibaderöffnung bei saukaltem Wetter und auch der Vatertag draußen im Wald etwa seien Termine zum Frieren gewesen. Auch bei der Feier in Bad Vöslau zum Verschwisterungsjubiläum war der Protokoller dabei und hat ein Liedchen von dort mitgebracht, das er bereitwillig zum Besten gibt. In der Hugenottenstadt gefällt ihm besonders der neue Kreisel, dem er gleich einen Mehrzeiler widmet: „Diskofieber an de Schleussnerstraß, hier steppt der Bär, fährst du hier durch, erlebste was, in dem ovale neue Kreisverkehr“, so Hajo Düll unter großem Beifall.

Bilder der Narrensitzung der Watzedonier

Narrensitzung der Watzedonier

Dann ist die Watzedoniergarde an der Reihe, mit neuem Gardetanz – und neuen Mitgliedern. Horst Knippel singt ein „Loblied“ auf seinen Hausdrachen und bedauert, dass er sie damals nach der Hochzeit, als er sie zum Fressen gern hatte, nicht aufgespeist hat. „Über die Hochzeitsnacht will ich nur sagen, eine zweite hätte ich nicht vertragen“, verrät er.

Den Narren gefällt’s, ebenso wie Choreografie und Outfit der jungen Gymnastinnen um Isabella Traine, die später mit einem Disco-Tanz, einstudiert von Regina Gomer, noch einen draufsetzen. Viel Beifall gibt es auch für den Solotanz von Myschella Kern sowie ihr getanztes Duett mit Nadine Isa. Als Höhepunkte in der Bütt erweisen sich die Reden von Andreas Kraus und Lutz Murrmann. Mit stehenden Ovationen werden die Bühnenakteure beim großen Finale verabschiedet.

Über den Jahresorden der FEN (Föderation Europäischer Narren) freuen sich die Mitglieder der Watzedonier-Hausband, Holger Beckmann, Dieter Post und Rolf Klöckner. Den Jahres-Sonderorden tragen die Tontechniker Medi und Wolfhard Zuber. 

lfp

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