Mit dem Slogan „Neues Isenburg“ in die heiße Wahlkampfphase

FDP Neu-Isenburg setzt auf Wahlspot


Symbolbild
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Am 14. März stehen in Hessen Kommunalwahlen an

Um sich in diesem von der Pandemie geprägten Kommunalwahlkampf von den Mitbewerbern zu unterscheiden, setzt die FDP auf einen Wahlspot, mit dem die Kernthesen kurz und knackig sowie der Slogan „Neues Isenburg“ unters Wahlvolk gebracht werden sollen. Premiere war bei der Kick-Off-Veranstaltung per Zoom am Montagabend.

Neu-Isenburg - „Neu-Isenburg wächst nicht durch Jammern, Ideologien und Verbote, Neu-Isenburg wächst durch Bildung, Wirtschaft, Chancen, Mut, Zuversicht und Zusammenhalt“, sagt eine Frauenstimme, unterlegt mit Musik und Bildern. Die 30 Sekunden enden mit dem Slogan „Neues Isenburg“ sowie dem Hinweis auf den Spitzenkandidaten Thilo Seipel und die anderen Kandidaten auf den ersten zehn Plätzen der Liste. Mit dem Wahlspot, der im Autokino Gravenbruch und den sozialen Netzwerken zum Einsatz kommen soll, möchte sich die örtliche FDP als junge und dynamische Partei präsentieren. „Wir haben viele junge Mitglieder gewonnen“, freut sich Vorsitzender Michael Seibt. Mit Luka Sinderwald und Simon Gröpler sind zwei Junge Liberale (Julis) unter den ersten zehn.

Zudem soll mit dem Slogan „Neues Isenburg“ deutlich werden, dass die Liberalen in den kommenden fünf Jahren die Stadt nicht nur mitgestalten, sondern auch weiterentwickeln wollen. Auch wenn Oppositionsarbeit wichtig sei, kann sich die FDP eine Mitarbeit in einem Regierungsbündnis gut vorstellen. „Dann dürfen wir aber nicht wieder am Katzentisch sitzen, sondern müssen wirklich gebraucht werden“, verweist Seipel auf die Situation 2016, als die FDP in die Koalition mit CDU, Grünen und FWG eintrat, obwohl es auch ohne sie eine Mehrheit gegeben hätte.

Auf zwei wichtige Knackpunkte kommt Seipel bei der kurzen Vorstellung der Kernthesen und auf Nachfrage zu sprechen. Dies sind die Beibehaltung der niedrigen Abgaben für Unternehmen und Bürger sowie die grundhafte Sanierung von Hugenottenhalle und Stadtbibliothek zu einem integrierten Kultur- und Bildungszentrum. Die Stadtbibliothek solle zu einem „Dritten Ort“, zu einem zentralen Begegnungs, Bildungs- und Aufenthaltsort werden.

Mit den niedrigen Steuersätzen sei Neu-Isenburg bislang gut gefahren. Denn nur so könne es gelingen, „Gewerbetreibende an Neu-Isenburg zu binden und auch für Private (Immobilieneigentümer und Mieter!) ein attraktiver Wohnort zu sein“, wie es im Wahlpogramm heißt. Und nur so könne auch die Wirtschaft wieder auf die Beine kommen.

Seipel streift kurz die anderen aus Sicht der Liberalen wichtigen Punkte. Dazu zählen ein Gründerzentrum, eine diskriminierungsfreie Verkehrspolitik mit einem gleichberechtigten Miteinander verschiedener Verkehrsmittel. Eine vorsätzliche Behinderung des Autoverkehrs lehnt die FDP ab. In diesem Zusammenhang spricht sich Seipel für die Beibehaltung von Tempo 50 auf den Hauptverkehrsstraßen aus. Um zusätzliche Stellplätze zu schaffen, regt er ein Parkdeck auf dem Wilhelmsplatz und eventuell auf dem Dreiherrnsteinplatz an. Bei der Stadtentwicklung müsse es darum gehen, Straßen und Plätze schöner zu gestalten. In diesem Sinne werde der Vorschlag des Magistrats für einen Brunnen auf dem Marktplatz begrüßt. Solche Brunnen habe die FDP ebenso vorgeschlagen wie die stilvolle Illumination von Gebäuden.

Seipel erneuert die Forderung, die Regionaltangente West nur bis zur Stadtmitte zu führen. Da sei sie wichtig und könne das Isenburg-Zentrum anbinden. „Wir biedern uns nicht der Bürgerinitiative an, die gegen die RTW ist.“ Eine Verlängerung ins Birkengewann wird von der FDP nicht zuletzt wegen der hohen Kosten weiter abgelehnt. Vielmehr sollten Wasserstoffbusse zum Einsatz kommen.

Eine wichtige Rolle spielt die Digitalisierung. „Wir sind die Partei der Digitalisierung schlechthin“, so Michael Seibt. Da gebe es noch viel zu tun. Wirtschaft und Bürger sollten nicht durch Gänge aufs Amt belastet werden. In der Digitalisierung sehen die Liberalen auf Dauer auch Einsparpotenziale angesichts der hohen Personalkosten.

Bei den Wahlplakaten legt die FDP großen Wert auf die Präsentation der Kandidaten mit den jeweiligen Kernthesen. Für die ersten Zehn auf der Liste gibt es eigene Postkarten. „Die Kommunalwahlen sind ja auch eine Personenwahl“, betont Seibt.

Auf die Bürgermeisterwahl angesprochen, betonen er und Seipel, dass da erst einmal die Kommunalwahl abgewartet werden soll. (Von Holger Klemm)

Das komplette Wahlprogramm findet sich auf der Homepage.

» fdp-neu-isenburg.de

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