Fest nach Arrow-Umzug

Eingezogen in die Zukunft

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Vergnügen auf der Dachterrasse, normalerweise für das Management gedacht: Familienangehörige der Arrow-Mitarbeiter werfen am Samstag interessierte Blicke hinter die Kulissen des Bürogebäudes, in dem ihre Ernährer nun arbeiten.

Neu-Isenburg - Fährt man von Sprendlingen kommend nach Neu-Isenburg, fällt ein Gebäude am Tor zur Hugenottenstadt besonders ins Auge: „Arrow“ ist in großen Lettern an der Fassade zu lesen.

Der Elektronik-Distributor hat mit rund 550 Mitarbeitern ein neues Gebäude an der Frankfurter Straße bezogen. Isenburg gewinnt so nicht nur einen wichtigen Wirtschaftskonzern. Auf dem 6 300 Quadratmeter großen Grundstück am Rand des ehemaligen Agfa-Geländes markiert das markante Gebäude als erstes auf dem Areal zugleich den Neuanfang fürs zu entwickelnde Stadtquartier Süd. In dem Domizil belegt Arrow rund 10.300 Quadratmeter; weitere 2 200 sind noch zu mieten.

Seit den 1980er Jahren waren die Mitarbeiter von Arrow auf vier Gebäude in Dreieich verteilt. Der Umzug wurde im Juni und Juli bewerkstelligt. Jetzt sitzen die Mitarbeiter alle unter einem Dach; die neue Arrow-Niederlassung ist die zweitgrößte des Unternehmens – nach dem Hauptsitz in Denver im US-Bundesstaat Colorado. Am Samstag hatten die Familienangehörigen der Mitarbeiter nun Gelegenheit, sowohl den schicken neuen Arbeitsplatz ihres Ernährers als auch die von Arrow vertriebenen Produkte kennenzulernen.

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Rund 35 Millionen Euro haben die Projektentwickler in ein maßgeschneidertes Bürogebäude investiert und dabei vor allem auch auf Nachhaltigkeit gesetzt. So trägt das Gebäude im Südosten des künftigen Quartiers Süd bereits einen Titel: Es wurde mit dem Gold-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen für Green Buildings ausgezeichnet. Zu den Errungenschaften für die Mitarbeiter gehört das eigene Parkhaus. Im Verwaltungsgebäude selbst, das im Atrium-Stil errichtet ist, gibt es einen Innenhof mit Aufenthaltsbereich für die Angestellten. Das Management, das im sechsten Stock angesiedelt ist, hat nicht nur einen eindrucksvollen Blick bis zu den Taunushöhen, sondern kann auch die Frischluft auf der Dachterrasse genießen.

„Erstmals nach 50 Jahren sind jetzt alle Mitarbeiter von Arrow hier unter einem Dach“, hieß Eric Schuck, Vorsitzender Arrow Emea Components, die vielen Familien willkommen. Neben dem Vertrieb von elektronischen Bauteilen gibt es noch die IT-Vertriebslinie unter dem Dach von Arrow. Eric Schuck schilderte die Entstehung des Gebäudes von den ersten Planungen vor zwei Jahren an. „Dieses Gebäude ist ein Meilenstein, denn es ist nach einem Wohnstandard errichtet“, verwies Schuck auf die besondere ökologische Bauweise.

Bebauung des Stadtquartiers Süd in Planung 

Im speziell nach Arrow-Wünschen errichteten Gebäude sind 150 Kilometer Kabel verlegt und 130 Tonnen Büromöbel eingebracht worden. Schuck dankte allen Mitarbeitern für die Bewältigung des Umzuges mit rund 7500 Kartons. Er verwies nicht nur auf die jetzt kurzen Wege im Haus selbst, sondern auch zur Stadtmitte mit vielen Einkaufsmöglichkeiten. „Arrow hat sich jetzt als Glanzpunkt in die Reihe der internationalen Unternehmen in unserer Stadt eingereiht“, betonte Bürgermeister Herbert Hunkel. Er sieht mit Arrow einen guten Anfang zur Entwicklung des Stadtquartiers Süd, in dem urbanes Wohnen und Arbeiten realisiert werden sollen.

Für Natascha Ritz aus Mühlheim ist Arrow ein empfehlenswerter Arbeitgeber. „Ich war vorher in Zeitarbeit beschäftigt und habe jetzt einen festen Arbeitsvertrag“, so die 25-Jährige aus der Abteilung Sales. Matthias Berg ist bereits seit 17 Jahren bei Arrow und in der Abteilung Einkauf tätig. Auch er lobte das neue Arbeitsumfeld mit schönem Bistro. „Ich bin froh, dass die Mitarbeiter endlich alle in einem Haus sind und die Arbeitsplätze nach modernsten Gesichtspunkten eingerichtet sind“, betonte Birgheid Donner, die Vorsitzende des Betriebsrats. 

(lfp)

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