Großeinsatz auf der Autobahn

Festnahme nach Tumult auf der A661

Neu-Isenburg - Großeinsatz auf der A661 für Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Autobahnmeisterei: Wie die Polizei auf Nachfrage berichtete, war ein Auto am Sonntag gegen 22 Uhr auf der Strecke zwischen der Anschlussstelle Neu-Isenburg und Dreieich beim Spurwechsel in die Leitplanke geraten, ein zweites Auto wurde dabei berührt, ein drittes sicherte die Unfallstelle ab und ein viertes fuhr noch in die Unfallstelle hinein.

Als die Polizei die Autobahn bereits abgesperrt hatte, folgten kuriose Szenen: Ein wahrer Volkslauf soll auf der Autobahn entstanden sein. „Die Kollegen von der Dienststelle in Neu-Isenburg waren schneller als die Autobahnpolizei“, berichtet Polizeipressesprecher Rudi Neu. „Während sie die Unfallstelle sicherten, kam aus dem Stau heraus Leute gerannt, sechs bis zehn Menschen, die zum Unfallort rennen wollten.“ Das sei im Dunkeln, ganz ohne Sicherheitswesten, keine sehr gute Idee. Die Beamten wollten die Menschen zurückhalten. Die Männer seien jedoch offenbar sehr „aufgebracht und unkooperativ“ gewesen. „Sie wollten wohl zu Familienangehörigen, die in den Unfall verwickelt waren. Es entstand ein offener Disput und die Kollegen haben Maßnahmen angedroht“, so Neu weiter.

Während Feuerwehr, Polizei und Rettungswagen ihre Arbeit mit den Unfallautos und zwei leicht verletzten Personen erledigten, hatten die Polizeibeamten alle Hände voll zu tun, die aufgeregten Männer dazu zu bewegen, wieder zu ihren Autos zu gehen. „Einem Mann ist es dann gelungen, nach vorne zu rennen, einen anderen, den Rädelsführer, haben die Kollegen sogar festgenommen und auf die Wache mitgenommen“, berichtet Neu. Er habe solch ein Verhalten in neun Jahren bei der Autobahnpolizei noch nicht erlebt.

Archivbilder:

Zwei Schwerverletzte nach Unfall auf A661: Bilder

Nachdem die Autobahnpolizei und Verstärkung aus Isenburg eintrafen, beruhigte sich die Lage auf der Autobahn. Zusätzliches Ärgernis: ein Laster, der versuchte, die Rettungsgasse als „Ausweg“ bis zur Ausfahrt zu nutzen. Was nach dem Vorfall bleibt, ist ein Appell der Polizei: „Im Falle eines Unfalls bitte immer im Auto sitzen bleiben.“ Es sei viel zu gefährlich, auf der Autobahn auszusteigen und herumzulaufen. (zcol)

Rubriklistenbild: © dpa

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