Anliegen Nachdruck verleihen

Fluglärm: Brief an den Bundestag

Neu-Isenburg - Derzeit wird in der Bundesregierung über eine Novellierung des Fluglärmschutzgesetzes beraten; gestern stand dazu die Anhörung im Bundestag an.

Grund genug für Neu-Isenburgs Stadtobere, der Position der Hugenottenstadt zur Verbesserung der gesetzlichen Grundlagen des Fluglärmschutzgesetzes ein weiteres Mal Ausdruck – und vor allem ihrem Anliegen nach verbessertem Lärmschutz Nachdruck – zu verleihen. In einem Schreiben wenden sich Bürgermeister Herbert Hunkel und Erster Stadtrat Stefan Schmitt, der gestern in Berlin vor Ort war, an den Arbeitskreis Fluglärm des Bundestags und ans Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur.

In dem Schreiben wird darum gebeten, sich verstärkt für den Schutz vor Fluglärm einzusetzen.

Der Brief im Wortlaut: „Die Stadt Neu-Isenburg liegt in unmittelbarer Nähe des Frankfurt Airport. Fluglärm gehört für die Neu-Isenburger Bürger zum Alltag. Aber auch nach jahrzehntelanger Belastung hat man sich keinesfalls daran gewöhnt. Im Gegenteil, die Belästigung nimmt zu und die steigende Zahl der Flugbewegungen lässt befürchten, dass auch in den nächsten Jahrzehnten keine Besserung eintritt. Bereits 2012 hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Neu-Isenburg gemeinsam mit den in der Frankfurter Fluglärmkommission zusammengeschlossenen Gebietskörperschaften ein Forderungspapier zum Schutz der Lebensqualität und der Gesundheit im Ballungsraum Rhein-Main beschlossen. Umso wichtiger ist es, dass das Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm in dem Sinne überarbeitet wird, dass neueste Erkenntnisse der Lärmwirkungsforschung Eingang finden. Das Gesetz von 2007 ist nicht mehr aktuell und muss nach der Auffassung der betroffenen Kommunen dringend novelliert werden. Aus diesem Grund schließt sich die Stadt Neu-Isenburg den Forderungen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fluglärmkommissionen an und fordert in ihrem Magistrats-Beschluss vom 14. August 2018 die Verbesserung der Schutzwirkung des Fluglärmschutzgesetzes. Den Beschluss haben wir Ihnen beigelegt. Wir möchten Sie eindringlich bitten, die Sorgen der Bürger rund um die deutschen Flughäfen in Ihrer politischen Arbeit zu berücksichtigen und auf eine Novellierung des Fluglärmschutzgesetzes im Sinne der Betroffenen einzuwirken.“ (nn)

Bilder: Fluglärmgegner demonstrieren zum 250. Mal

Rubriklistenbild: © dpa

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