Zuschüsse für Lärmschutz

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Neu-Isenburg - Wer wieviel Geld für Lärmschutz erhalten kann und welche Rechte Grundstückseigentümer auf passiven Schallschutz oder Entschädigungen haben, darum geht es bei einem Informationsabend für Wohneigentümer zum Thema Lärmschutzmaßnahmen

Der Infoabend am der Stadt ist für Freitag, 24.Januar, geplant. Ab 18 Uhr stehen an diesem Abend in der Feuerwache (St-Florian-Straße 2) Möglichkeiten der Förderung geeigneter Maßnahmen im Vordergrund. Man wolle mit der Veranstaltung vor allem die Isenburger informieren, die Wohneigentum in einem der Lärmschutzbereiche des Frankfurter Flughafens haben, schreibt die Stadt. Denn wenn die Grundstücke in einem oder mehreren der Bereiche liegen, wie einer Tag- oder Nachtschutzzone, gibt es finanzielle Unterstützung vom Land Hessen.

Die von der Hessischen Landesregierung verfügte Zweite Lärmschutzverordnung regelt die finanzielle Förderung baulicher Schallschutzmaßnahmen nach dem 13. Oktober 2011. Die betroffenen Eigentümer können Zuschüsse erhalten, sofern das vorhandene Schalldämmmaß nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Anspruchsberechtigung bestehe bei Grundstücken in der Nacht-Schutzzone und/oder der Tag-Schutzzone 1, schreibt die Stadt.

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Auch für passive Schallschutzmaßnahmen gibt es nach dem Regionalfondsgesetz Zuschüsse: Die Landesregierung hatte mit Akteuren der Luftverkehrswirtschaft hierzu die Einrichtung eines Regionalfonds beschlossen. Seit Januar 2013 werden über den sogenannten Regionalfonds weitere Gelder und Darlehen zur Verfügung gestellt. Die Förderrichtlinien regeln eine zusätzliche Vergabe von Geldern für passiven Schallschutz. Voraussetzung für eine Erstattung ist, dass man vorher einen Antrag gestellt hat.

Und schließlich haben seit dem 28. August 2013 Betroffene auch Anrecht auf Entschädigungen für die Beeinträchtigung des Aufenthalts im Freien innerhalb der Tag-Schutzzone 1 – sofern das Grundstück bebaut ist. Isenburger können ihre Ansprüche ab dem 13. Oktober 2016 geltend machen, sofern der Dauerschallpegel zwischen 60 und 65 Dezibel liegt.

Detaillierte Auskunft über die Anspruchsgebiete soll es nächste Woche beim Infoabend geben. Wer Fragen hat oder Hilfe bei der Antragstellung benötigt, kann sich außerdem jederzeit an den Flughafen-Beauftragten der Stadt wenden: Dr. Markus Bucher ist erreichbar unter 06102/241764 oder per E-Mail (markus.bucher@stadt-neuisenburg.de). Die Stadt weist jedoch darauf hin, dass die Entscheidung über die Anträge und deren Bewilligung durch das Regierungspräsidium Darmstadt erfolgt. Dort gibt’s Auskunft unter 06151/123108.

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