Säule in der Sicherheitsarchitektur der Stadt

Freiwillige Polizeihelfer: 1325 Einsatzstunden geleistet

Neu-Isenburg - Bei ihrem Einsatz geht es vor allem darum, das nicht zu unterschätzende subjektive Sicherheitsgefühl ihrer Mitmenschen zu stärken: Seit elf Jahren setzt die Stadt in der Kriminalitätsprävention auf die Mitarbeit der Freiwilligen Polizeihelfer. Derzeit wirbt der Magistrat wieder um Mitstreiter, die auf den Straßen „uniformierte Präsenz“ zeigen sollen.

Sie unterstützen die Polizei, überwachen Schulen, Kitas und Parks, sie laufen routinemäßig Streife durch Wohngebiete, sind rund um das Isenburg-Zentrum, aber auch in Zeppelinheim und Gravenbruch unterwegs. Es ist eine einfache psychologische Rechnung, die hinter dem Konzept der Freiwilligen Polizeihelfer steht: Wer einen Uniformierten sieht, fühlt sich beschützt. Und die Uniform schreckt Straftäter ab. Und so war und ist der Dienst von den insgesamt zwei Polizeihelferinnen und acht -helfern, die im vergangenen Jahr in der Stadt Präsenz gezeigt haben, für Bürgermeister Herbert Hunkel und Ersten Stadtrat Stefan Schmitt eine tragende Säule in der Sicherheitsarchitektur. „Verstärkt nehmen sie auch Aufgaben in der Kriminalitätsprävention wahr und informieren Bürger gezielt zu bestimmten Themen, geben etwa Tipps zur Vermeidung von Wohnungseinbrüchen“, berichtet der Magistrat.

Auch Volkmar Meyer, Leiter der Isenburger Polizeistation, sieht den Einsatz der Polizeihelfer „sehr positiv“. Die besondere Stärke des aktuellen Teams sei „seine multinationale Zusammensetzung, die eine Kommunikation mit Menschen aus anderen Kulturen in der Muttersprache ermöglicht“, sagt Meyer. „Neben Deutsch sind Sprachkenntnisse in Englisch, Französisch, Italienisch, Türkisch, Arabisch und Polnisch vorhanden“, lobt der Polizeichef die Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Aufpassern.

Insgesamt waren 2015 die beiden freiwilligen Helferinnen und ihre acht männlichen Kollegen an 146 Tagen im Einsatz. Die Einsatzdauer betrug in der Regel jeweils zwei bis vier Stunden, zumeist werktags, vereinzelt aber auch an Sonn- und Feiertagen. Insgesamt wurden 1325 Stunden geleistet.

Regelmäßig erhalten die Polizeihelfer ihren Einsatzplan von der Polizeidienststelle. Besondere Thematiken werden vor den Streifengängen besprochen. „Nach Hinweisen aus der Bevölkerung oder beim Erkennen von polizeilichen Brennpunkten bestreifen die Polizeihelfer flankierend zu den sonstigen polizeilichen Maßnahmen“, erläutert der Magistrat. Der Klassiker des Einsatzrepertoires Freiwilliger Polizeihelfer ist zudem nach wie vor Präsenz bei Festen wie Open Doors oder Weihnachtsmarkt.

Die wichtigsten Notruf-Nummern

„In der dunklen Jahreszeit waren die Helfer gezielt zu Dämmerungszeiten in den Wohngebiete auf Streife, um der Bevölkerung Sicherheit zu vermitteln – aber auch, um Straftäter durch ihre Präsenz abzuschrecken“, ist dem Bericht zu entnehmen. Im Sommer steigen die Ehrenamtler auch öfters mal aufs Fahrrad, „um gezielt Radler zum Thema Prävention von Fahrraddiebstahl zu informieren“. Bevor die Polizeihelfer in die Uniform schlüpfen dürfen, werden sie bei Schulungen, Aus- und Fortbildungen auf ihren Dienst vorbereitet.

Die Gründe, sich für diese Aufgabe zu entscheiden, sind sicher vielfältig – um Geld zu verdienen macht das aber niemand oder sollte es zumindest lieber nicht. Denn es sind keine bezahlten Jobs; die Helfer erhalten eine Aufwandsentschädigung von sieben Euro die Stunde. Maximal dürfen sie 25 Stunden im Monat ran. Umso ehrenvoller sei das Engagement, loben Hunkel und Schmitt: „Die Polizeihelfer leisten wertvolle Arbeit für die Gemeinschaft.“ (hov)

Aktuell sind zwei Stellen unbesetzt. Interessenten können sich bei der Isenburger Polizeistation informieren. Kontakt: Polizeihauptkommissarin Susanne Wendt, 06102/29020.

Rubriklistenbild: © dpa

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