Dirk Gene Hagelstein setzt auf Gespräche in lockerer Atmosphäre

Frühstück mit SPD-Bürgermeisterkandidat in Neu-Isenburg

Ins Gespräch vertieft: SPD-Bürgermeisterkandidat Dirk Gene Hagelstein (Zweiter von rechts) stellt sich bei Kaffee und Frühstück auf der Terrasse an der Rollschuhbahn den Fragen und Anregungen der Isenburger.
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Ins Gespräch vertieft: SPD-Bürgermeisterkandidat Dirk Gene Hagelstein (Zweiter von rechts) stellt sich bei Kaffee und Frühstück auf der Terrasse an der Rollschuhbahn den Fragen und Anregungen der Isenburger.

Bis zur Bürgermeisterwahl in Neu-Isenburg am 26. September bietet der SPD-Kandidat Dirk Gene Hagelstein jeden Sonntag ein Frühstück in lockerer Atmosphäre an. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Neu-Isenburg – Es ist eine entspannte Runde am Rande der Rollschuhbahn. Auf dem Platz trainiert ein junges Paar eine Choreografie auf Rollen, an den Bierzeltgarnituren hat SPD-Bürgermeisterkandidat Dirk Gene Hagelstein unter den Sonnenschirmen zum Frühstück eingeladen. Zu Rührei, Brötchen und einem leckeren Kaffee kommt man doch viel leichter ins Gespräch über die Themen, die die Stadt bewegen.

Schon zum fünften Mal hat Hagelstein in den vergangenen Wochen mit diesem „Essen und Reden“-Konzept Erfolg, mit Voranmeldung kommen meist bis zu zehn Politikinteressierte. An diesem Sonntag sind es ein paar mehr. Dennoch schafft es der Kandidat der Sozialdemokraten, mit allen ins Gespräch zu kommen.

Der Spatenstich im Stadtquartier Süd ist ein Thema: „Ich freue mich darauf, Stephan Burbach von der Gewobau hatte mit der Markthalle eine geniale Idee, das wird sicher klasse und eine echte Aufwertung für die ganze Stadt. Mit der Wohnbebauung bin ich allerdings unzufrieden. Das wird schwierig für den normalen Isenburger. Eine Verkäuferin oder ein Sachbearbeiter wird sich eine Wohnung dort vermutlich nicht leisten können. Es wurde in meinen Augen eine Chance vertan, dort auch über die Gewobau günstigere Wohnungen zu verwirklichen“, so Hagelstein.

Einer der jüngeren Besucher an diesem Morgen ist Yannick Arnold. Der 24-Jährige ist mit seiner Familie zu dem Frühstück gekommen. Der junge Mann hat politisches Interesse, betont, dass er stolz sei, Isenburger zu sein und froh darüber, in der Hugenottenstadt zu leben. Verbesserungsvorschläge hat er dennoch: Er wünscht sich mehr Möglichkeiten und Angebote für junge Menschen. Auch fragt er Hagelstein nach seiner Haltung zu mehr Bürgerentscheiden zu den wichtigen Zukunftsfragen in der Stadt. „Grundsätzlich werden für die Entscheidungen einer Stadt Parlamente gewählt. Aber es gibt auch Ausnahmen, wo es für mich dazu gehört, die Bürger zu fragen. Ein solches Beispiel wäre der Hessentag gewesen. Dieses Projekt ist nur mit der Unterstützung der Menschen in einer Stadt zu stemmen. Das hat sich ja nun noch einmal vertagt – aber die SPD würde immer für einen Bürgerentscheid stehen“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Nach seinem Demokratieverständnis befragt, hat Dirk Gene Hagelstein eine anschauliche Erklärung parat: „Wenn ich in meinem unordentlichen Zimmer sitze und auf das Chaos schaue und darüber meckere, wird sich nichts ändern, wenn ich nur dort sitze und die Unordnung ansehe. Ich muss schon aufstehen und anfangen aufzuräumen. Wenn ein Bürger etwas richtig mies findet, dann muss er aufstehen und mitmachen. Demokratie ist nichts, was ich einfach aus dem Regal holen kann.“

Themen sind auch Verkehrsfragen und die Stadtentwicklung. Und die Gespräche schwappen zudem immer wieder zu der ebenfalls am 26. September anstehenden Bundestagswahl.

Hagelstein selbst sagt von sich, die Wahlkampfatmosphäre zu lieben. Als SPD-Direktkandidat im Bundestagswahlkampf 2012 hat er bereits viel Erfahrung sammeln können. Das Einzige, was er nicht sonderlich mag, ist das klassische Haustürgespräch: „Ich weiß, wie ich selbst bin, wenn es unerwartet an meiner Tür klingelt“, sagt er lachend. Aber die Frühstückstermine genießt er: „Die Gespräche sind tiefer und persönlicher als an einem klassischen Wahlstand. Diesen Unterhaltungen stelle ich mich gerne“, betont Dirk Gene Hagelstein. So bekommen die potenziellen Wähler auch einen kleinen Einblick ins Privatleben, zum Beispiel, wenn Hagelstein ein Foto von seinem sehr dicht und grün bepflanzten Balkon in die Runde zeigt und viel Lob für die Gemütlichkeit erntet.

Der SPD-Fraktionschef, der von seiner Partei mit 100 Prozent der Stimmen zum Kandidaten gekürt wurde, rechnet sich durchaus Chancen aus: „Ich würde das nicht auf mich nehmen und nicht so viel Energie investieren, wenn ich nicht das Gefühl hätte, es in die Stichwahl zu schaffen. Und dann ist ohnehin alles offen“, glaubt er an ein spannendes Rennen.

Hagelstein bietet bis zum Wahltag jeden Sonntag ein Frühstück an der Rollschuhbahn an. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich – diese ist möglich per E-Mail unter info@gene-hagelstein.de.

» gene-hagelstein.de

Von Nicole Jost

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