Neue Aktion „Eine schöne Stadt kennt keinen Müll“ gestartet

Für mehr Sauberkeit in Neu-Isenburg und Dreieich

Immer wieder laden Zeitgenossen ihren Hausmüll im öffentlichen Raum ab – wie hier auf dem Rosenauplatz. Durch spezielle und größere Müllbehälter soll dieser Unsitte Einhalt geboten werden.
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Immer wieder laden Zeitgenossen ihren Hausmüll im öffentlichen Raum ab – wie hier auf dem Rosenauplatz. Durch spezielle und größere Müllbehälter soll dieser Unsitte Einhalt geboten werden.

Unter dem Motto „Ein schöner Ort kennt keinen Müll“ startet der Dienstleistungsbetrieb (DLB) ein Modellprojekt gegen Littering in Dreieich und Neu-Isenburg. Littering beschreibt das achtlose Wegwerfen oder Liegenlassen von Müll im öffentlichen Raum.

Neu-Isenburg/Dreieich - Nicht nur in Großstädten hat sich der öffentliche Raum zunehmend zum allgemeinen Papierkorb entwickelt. Auch Neu-Isenburg und Dreieich bleiben von dieser Entwicklung nicht unberührt. „An Parkbänken, Bushaltestellen, Spielplätzen, überall wo sich Menschen in der Stadt aufhalten, ist der Müll scheinbar vorprogrammiert“, bedauert DLB-Chefin Petra Klink. Besonders verstärkt wird dieser Effekt durch die derzeitige Corona-Situation. Eine Vielzahl von To-Go-Verpackungen (unter anderem Kaffeebecher und Pizzakartons) werden nach dem Verzehr einfach zurückgelassen.

Der DLB kennt die stark besuchten und hiervon betroffenen Bereiche besonders gut, weshalb nun ein erstes Modellprojekt an stark betroffenen Punkten der Städte startet. Kern der Aktion ist es, die Menschen auf Entsorgungsmöglichkeiten in der Stadt aufmerksam zu machen. Der Müll soll nicht an Ort und Stelle liegen gelassen werden, sondern in einem Müllbehälter landen.

Dazu stellt der DLB an den neuralgischen Punkten der Städte große, unübersehbare Müllbehälter mit entsprechendem Aufdruck auf. Die Aufschrift „Ein schöner Ort kennt keinen Müll“ soll gemeinsam mit dem DLB-Maskottchen „Lutz van Putz“ ein Eyecatcher werden und dazu animieren, den Müll zu entsorgen.

Dafür werden die bereits aufgestellten Tonnen mit einem bedruckten Tonnenstrumpf nachgerüstet. Die Deckel haben einen Einwurf-Schlitz. Dieser Schlitz ist klein genug, sodass keine Hausmüllsäcke hineinpassen, aber groß genug, dass gefaltete Pizzakartons problemlos entsorgt werden können.

In Neu-Isenburg wurde der Rosenauplatz und das Areal rund um die Hugenottenhalle ausgewählt. Während der Corona-Zeit hat hier das Müllvolumen durch To-Go-Verpackungen wie Einwegbecher und Pizzakartons deutlich zugenommen. „Deswegen wurden hier bereits in der vergangenen Woche die ersten vier der neuen Aktions-Müllbehälter aufgestellt, bislang noch ohne ‚Tonnenstrumpf‘“, berichtet Erster Stadtrat Stefan Schmitt. Die Leerung der Müllbehälter findet in regelmäßigen Abständen statt, zudem wird der DLB an den Wochenenden von den Kolleginnen und Kollegen der Hugenottenhalle unterstützt.

Parallel wird in Zusammenarbeit mit dem städtischen kulturbüro eine Kunstaktion rund um das Thema Müll ins Leben gerufen. Kunstschaffende sollen eine künstlerische Botschaft gegen die Vermüllung des HuHa-Areals entwerfen. Die entstehenden Kunstwerke können daraufhin rund um die HuHa ausgestellt werden.

In Dreieich soll das Projekt an der Burg in Dreieichenhain umgesetzt werden. Schöne Orte laden zum Verweilen ein, gerade rund um die Burg halten sich viele Menschen auf und verursachen leider zu viel Müll. Die Aktions-Müllbehälter werden rund um die Burg aufgestellt, um unübersehbare Möglichkeiten der Müllentsorgung zu schaffen. Die regelmäßigen Leerungen übernimmt der DLB. Darüber hinaus wird sich der Gärtner des Geschichts- und Heimatvereins um die Leerungen an den Wochenenden kümmern.

„Unsere idyllische Dreieichenhainer Altstadt sowie die Burg sind ein echter Publikumsmagnet, was leider auch immer mehr Müll bedeutet. Die klasse DLB-Aktion wird hoffentlich die Besucherinnen und Besucher vor Ort zu einem verantwortungsvollen Umgang mit ihrem Müll motivieren“, sagt Bürgermeister Martin Burlon. In Kooperation mit den Bürgerhäusern wird auch für Dreieich ein Kunstprojekt ins Leben gerufen. Die Bürgerhäuser Dreieich und das Kulturbüro Neu-Isenburg arbeiten wie auch schon in der Vergangenheit eng zusammen und möchten viele Künstlerinnen und Künstler dazu bewegen, das Thema Müll in den Fokus zu rücken. Die Kunstwerke werden ausgestellt.

Mit diesem Modellprojekt erhofft sich Petra Klink eine Verbesserung der allgemeinen Müllsituation: „Auch wenn wir damit nicht die Ursache des Problems bekämpfen, wird es uns hoffentlich gelingen, mehr Sauberkeit an unsere schönen Orte zu zaubern.“  (hok)

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