Nicht nur Votum der Isenburger seit 1946 und Ökonomisches in Englisch auf den neu gestalteten Internet-Seiten der Stadt

Fundgrube zu Wahlen und Wirtschaft

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Gestaltete in Kooperation mit Rathausmitarbeitern den Internet-Auftritt der Stadt komplett neu: Jochen Lindenfeld.          

Neu-Isenburg - (lu) Welche Parteien gab es eigentlich nach dem Zweiten Weltkrieg in der Hugenottenstadt? Wie stimmten die Bürger anno 1946 bei den Kommunalwahlen ab? Zur wahren Fundgrube nicht nur für historisch interessierte Mitmenschen können da die Internet-Seiten der Stadt werden.

Dort finden sich ab sofort die Isenburger Ergebnisse der Kommunal- und Landtagswahlen ab 1946, der Bundestagswahlen ab 1949 sowie der Europawahlen ab 1979. Doch damit nicht genug: Auch das Votum der Hugenottenstädter bei den Bürgermeister-Direktwahlen (ab 1995) und der Wahlen zum Ausländerbeirat (ab 1993) ist dort festgehalten.

Die alles ist unter dem Menüpunkt http://www.neu-isenburg.de/de/rathaus/wahlen einsehbar, wie der Wahlleiter der Stadt, Thomas Peters, erläutert, der die Daten in Kooperation mit Stadtarchivarin Claudia Lack und ihrem Team zusammengetragen hat.

„So ein umfassendes Infoangebot auf der Website einer Kommune gibt es sicherlich nicht überall“, resümiert Thomas Peters. „Es gibt einen Überblick darüber, wie sich die Wählerinnen und Wähler in den vergangenen Jahrzehnten entschieden haben und auch darüber, wie sich Politik ändert.“

Doch das ist nicht die einzige Neuerung auf der Homepage der Stadt, die ihren Service noch erweiteret hat. Alle Informationen im Bereich „Wirtschaftsplatz Neu-Isenburg“ können ab sofort auch in Englisch abgerufen werden. Darüber hinaus erhalten englischsprachige Gäste der Website eine kurze Information, was in den verschiedenen Menüpunkten zu finden ist und wie man zu wichtigen Adressen gelangt.

„Mit Hilfe der englischen Übersetzung können wir mit unserem Internetauftritt noch viel mehr Menschen erreichen - auch international“, so Bürgermeister Oliver Quilling. „Dies ist natürlich besonders auch unter dem Aspekt der Wirtschaftsförderung ein wichtiges Anliegen.“

Die englische Version des Internetauftritts ist ganz einfach über das Anklicken eines englischen Fähnchens auf der Startseite abrufbar.

Ein vernünftiger Internet-Auftritt ist heutzutage nicht nur für Firmen, Einrichtungen und viele Privatleute selbstverständlich. Auch die Kommune Neu-Isenburg ist seit Jahren im virtuellen Raum vertreten. Doch diese Jahre waren der städtischen Website - also die Startseite und alle anderen Seiten dahinter - auch anzumerken.

Deshalb hatten Jochen Lindenfeld von der Isenburger Agentur „Improve“ und sein Team kürzlich die Internetpräsenz im Auftrag des Stadt für rund 26 000 Euro - inklusive Schulung von ebenfalls beteiligten Rathausmitarbeitern - nicht nur renoviert, sondern von Grund auf neu gestaltet. „Das reichte vom so genannten Screen Design über strukturelle Änderungen bis hin zu neuen Funktionalitäten“, so Lindenfeld.

Alle Angebote und Leistungen der Stadt finden sich nun in den Rubriken „Lebensraum“, „Erlebniswelt“, „Wirtschaftsplatz“ und „Rathaus“. Die Rubriken sind farbig gekennzeichnet, und diese Farbkodierung spiegelt sich auch in den Überschriften wider.

Kritische Hinweise, aber auch neue Ideen für eine Erweiterung oder Verbesserung nimmt der Fachbereich Wirtschaftsförderung und Öffentlichkeitsarbeit unter 06102/241-703 gern entgegen.

Neben der verbesserten Übersichtlichkeit wurde auf die so genannte Barrierefreiheit großer Wert gelegt. So ist es auch sehbehinderten Menschen möglich, die Internetpräsenz Neu-Isenburgs zu erfassen. Einerseits lässt sich die Schrift vergrößern, andererseits besteht die Möglichkeit, die Texte mit einem speziellen Programm akustisch darstellen - Stichwort vorlesen - zu lassen.

Der Neustart einer derartigen Homepage ist eine anspruchsvolle Sache, und die eine oder andere Funktion wird vielleicht nicht perfekt laufen.

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