Der kleine Koalitionspartner stellt Programm vor

FWG Neu-Isenburg will „Sachpolitik statt Parteipolitik“


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Am 14. März finden in Hessen die Kommunalwahen statt

Die Freie Wähler Gemeinschaft (FWG) hat ihr Wahlprogramm unter das Motto „Sachpolitik statt Parteipolitik“ gestellt. Der kleine Koalitionspartner – momentan mit einem der 45 Sitze in der Stadtverordnetenversammlung vertreten und mit CDU (17) und Grünen (5) an der Macht – möchte mit einigen Schwerpunkten bei den Wählern punkten.

Neu-Isenburg - Dazu zählen eine bürgernahe und gestalterische Kommunalpolitik, Investitionen in Stadtentwicklung und Stadtumbau, zeitgemäße Stadt- und Verkehrsplanung, Smart City und Ausbau digitaler Infrastrukturen, Kinder-und Jugendbetreuung, Verbesserung der Vereinsförderung, Unterstützung der Stadtverwaltung, Rettungsdienste, Feuerwehr, Polizei, Sicherheit und Sauberkeit in der Stadt sowie eine vitale, vielfältige und moderne Stadtgesellschaft. So steht es im Einstieg des fünfseitigen FWG-Wahlprogramms. „Die Freien Wähler möchten Neu-Isenburg auf kommunalpolitischem Wege weiterentwickeln und für die Zukunft fit machen, auf das es eine liebens- und lebenswerte Stadt für alle Bürger und Bewohner ist“, heißt es dort.

Als Teil der aktuellen Stadtregierung setze seine Partei sich dafür ein, „dass sich insbesondere in dieser krisenreichen Zeit alle Parteien noch mehr auf die tatsächlichen Sachaufgaben konzentrieren und ihre jeweiligen politischen Ideologien dahinter anstellen“, erläutert Spitzenkandidat Frank Wöllstein.

Ein großes Augenmerk richtet die Partei auf Stadtentwicklungsprojekte und die Investitionen in die Zukunft, denn „sie bilden die Grundlage für die künftige und positive Entwicklung der Stadt und vor allem für die Lebensqualität in Neu-Isenburg“. Hier wolle man sich noch intensiver einsetzen.

Eine erfolgreiche Stadt könne nur mit guten Unternehmen prosperieren und eine erfolgreiche Koexistenz führen. Deshalb will die FWG sich „intensiver dafür einsetzen, dass wir bei der Ansiedlung neuer Unternehmen hohe Qualitätskriterien anlegen und dass wir die Unternehmen vor Ort noch stärker versuchen mit der Stadtgesellschaft zu verknüpfen, damit sich diese besser für die Bürger einbringen können“.

Neu-Isenburg müsse auch künftig ein abwechslungsreiches Sport-, Kultur-, Veranstaltungs- und Begegnungsangebot haben, ohne Großstadt zu sein. „Mit unseren zahlreichen Restaurants, Cafés und Vereinen soll Neu-Isenburg auch künftig ein Ort für Gesellschaft und Austausch sein, wo jeder willkommen ist. Insofern setzen wir uns besonders dafür ein, dass wir die lokale Wirtschaft unterstützen.“ Es gelte, gemeinsam mit Bürgern, Experten und den Einzelhändlern Lösungen zu entwickeln, „wie lokale Geschäfte funktionieren können und wir als Neu-Isenburger in unserer Stadt auch künftig all das bekommen, was wir für den täglichen Bedarf benötigen“.

Aber auch die Kultur- und Sportförderung sei für ein gutes Stadtklima sehr wichtig. „Eine nachhaltige Vereinsförderung muss auch in schwierigen Zeiten gesichert bleiben“, heißt es weiter. „Wir möchten aber die Vereinsförderung weiter ausbauen, damit die Vielfalt des Vereinsangebots erhalten bleibt.“

Ein ebenso bedeutendes soziales Thema sei das Wohnen. Man unterstütze seit Jahren das Anliegen, „dass wir im Isenburger Wohnungsbestand ‘bezahlbaren Wohnraum für alle Einkommensgruppen’ bieten können“.

Frank Wöllstein erneut Spitzenkandidat

15 Kandidaten hat die Freie Wähler Gemeinschaft (FWG) für die Kommunalwahl am 14. März nominiert. Angeführt wird die Liste von einer bereits bekannten Kraft: Frank Wöllstein, der als FWG-Einzelkämpfer in der Koalition mit CDU und Grünen gegenwärtig Teil der Stadtregierung ist. Dahinter folgt auf Platz zwei Sergio Soares, der auch Mitglied im Bundesvorstand der Jungen Freien Wähler ist. Die weiteren Listenplätze: 3. Dagmar Priesner, 4. Benaissa Budarham, 5. Uwe Reitzenstein, 6. Vanessa Lanskoy, 7. Bernd Totzauer, 8. Leon Rodriguez Garcia, 9. Axel Blancke, 10. Ute Reitzenstein, 11. Nilgün Wöllstein, 12. Rosemarie Totzauer, 13. Klaus Fahnenstich, 14. Annegret Berger und auf 15 Fußballtrainer Ramon Berndroth. 

Was die Mobilität anbelangt, befürwortet die FWG den Bau der RTW – samt Verlängerung bis ins Birkengewann: „Damit die Stadtbahn bis 2026 auch wirklich fährt, müssen wir uns dafür einsetzen, dass wir schnellstmöglich mit diesem Großprojekt vorankommen.“ Und: „Wir schätzen zukunftsorientierte Verkehrskonzepte: Busse, Bahnen, Fahrräder, Fußgänger und Autos.“ Allen Verkehrsmitteln müsse gleichermaßen Rechnung getragen werden. „Dass dazu ein verbessertes Parkraumkonzept notwendig ist, haben wir bereits als politische Aufgabe adressiert“, schreibt die FWG. Und: „Dass wir noch keine Fahrradstadt sind, mag unterschiedliche Gründe haben. Die Freien Wähler stehen für eine zukunftsorientierte, zeitgemäße Verkehrsplanung. Wir haben in der aktuellen Regierungskoalition zumindest schon erste Fahrradstraßen-Teststrecken beschlossen und wir wollen in der nächsten Legislaturperiode große Schritte unternehmen, um auch für alle Radler eine tolle Stadt zu werden“. Dafür werde die FWG sich einsetzen.

Als sehr wichtig erachten sie eine Neuausrichtung und damit Modernisierung von Stadtbibliothek und Hugenottenhalle in ein integriertes Kultur- und Bildungszentrum. Ein ebenso bedeutendes Anliegen ist der FWG, „dass Sicherheit und Sauberkeit in unseren Straßen eine etwas größere Beachtung in der Stadtpolitik bekommen“. Es gelte, Lösungen zu schaffen, damit alle Bürger und Kinder sicher auf den Straßen der Stadt sind. (hov)

Infos im Internet

fw-neu-isenburg.de

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