Was ist dran, was ist Quatsch?

Gerüchte um Grünen Baum

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Haus mit langer, wechselvoller Geschichte: Das Anwesen „Zum Grünen Baum“ soll Veränderungen erfahren.

Neu-Isenburg - Um den Grünen Baum im Alten Ort ranken sich seit seiner Schließung vor inzwischen mehr als zwei Jahren nicht nur Efeu, sondern vor allem wieder einmal viele Gerüchte. Von Leo F. Postl 

Mal war von einer kurz bevorstehenden Neueröffnung die Rede, mal von einem Verkauf – ja sogar Geschichten vom Abriss des Traditionshauses und dem Bau von Wohnungen gab es, aber noch keine Fakten. Lediglich neue Blumen an den Fensterbänken sind hin und wieder zu beobachten. Die sicherste Quelle ist und bleibt der Eigentümer: Dietmar Bücher. Der Architekt und Bauunternehmer mit Geschäftssitz in Idstein betreibt ein bekanntes Unternehmen für schlüsselfertiges Bauen, das seit mehr als 40 Jahren im Rhein-Main-Gebiet vertreten ist. Mittlerweile haben in Bücher-Häusern und Wohnungen mehr als 10.000 Menschen ein Heim gefunden – zum Beispiel in Objekten in Dietzenbach.

Was das Anwesen „Zum Grünen Baum“ betrifft, will Bücher nach eigenen Angaben sowohl die Tradition der bekannten Gaststätte erhalten, aber auch in Sachen Wohnungsbau investieren. „Das bestehende Anwesen ist so groß, dass es sich nicht lohnt, alle Gebäude für den Gaststättenbetrieb weiterhin zu nutzen“, erklärt er auf Anfrage unserer Zeitung. Derzeit sei sein Unternehmen dabei, auszuloten, welche Nebengebäude nicht mehr unbedingt zum Betrieb der Gaststätte benötigt werden. „Wir sind gerade dabei zu verifizieren, wie sich die Gaststätte und Wohnungsbau am besten vereinbaren lassen“, beschreibt Bücher die Planungen.

Die derzeit als Parkplatz ungenutzte Fläche neben dem Gebäude soll jedoch mit Wohnungen bebaut werden, so viel steht fest. Wie eine weitere Wohnbebauung durch Abriss vorhandener Gebäudeteile noch möglich ist, das soll in verschiedenen Planungsansätzen geprüft und mit der Stadt abgestimmt werden. Die zentrale Lage macht das Areal wohl für Wohnbebauung ebenso interessant wie für den Erhalt der Traditionsgaststätte. Dagegen stehen freilich die beengten Verhältnisse im Zentrum der Altstadt. „Wir haben keine große Eile und wollen ein optimales Konzept“, betont Bücher. Der Architekt und Wohnungsbauunternehmer will in der Isenburger Altstadt ein Vorzeigeprojekt umsetzen. Denn was wäre eine bessere Werbung für weitere Objekte in der Stadt, als ein gelungener Baukörper rund um den Grünen Baum, der Tradition und modernes Wohnen vereinbart?

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