Gemeinsam die Marke stärken

Gewerbeverein und IZ: Pläne für 2015

+

Neu-Isenburg - Der Gewerbeverein IG City stellt seinen neuen Vorstand vor. Und gemeinsam mit dem Isenburg-Zentrum diverse Termine und Aktionen, um den Besuchern das Einkaufen in Isenburg 2015 schmackhaft zu machen. Geplant sind auch wieder vier verkaufsoffene Sonntage.

Wie sehr die Meinungen über die Fußgängerzone nach wie vor auseinandergehen, hatte sich erst kürzlich wieder gezeigt, als im Kontext der Schließung des zuletzt von Christoph und Rita von der Assen betriebenen Traditionsgeschäfts Feinkost Kümmerle die Debatte über die Verkehrsführung wieder aufflammte (wir haben berichtet). Vorbei scheinen hingegen die Zeiten, da das Einkaufszentrum als Konkurrenz zur innerstädtischen Einkaufsstraße gesehen wurde. Dass Isenburg-Zentrum und Gewerbeverein an einem Strang ziehen, zeigen gestern Center-Managerin Annett Gurczinski und der neue IG City-Vorsitzende Christian Kahnke, die in der Magistratspressekonferenz gemeinsam ihre Pläne für das Jahr 2015 vorstellen.

Annett Gurczinski, Center-Managerin des Isenburg-Zentrums, und der neue IG City-Vorsitzende Christian Kahnke (Bild unten) haben viel vor fürs Jahr 2015 – und arbeiten dafür auch zusammen.

Doch zunächst einmal stellt Kahnke sich selbst vor, oder genauer: seine neue Funktion. Denn der Betreiber des Foto- und Weingeschäfts PhotoVinum in der Bahnhofstraße hat vor einigen Wochen den Vorsitz der aus Einzelhändlern bestehenden IG City von Wolfgang Baumann übernommen. Hauptziel des Gewerbevereins sei es, „die Marke City zu stärken“. Man wolle zudem versuchen, die Aufgaben der IG künftig auf mehr Schultern zu verteilen, berichtet Kahnke. Daher sei der Vorstand deutlich erweitert worden. Holger Castrian bleibt zweiter Vorsitzender, Kahnkes Vorgänger Wolfgang Baumann ist nun Kassenwart. Zudem wurden vier Beisitzer in den Vorstand berufen: Claudia Marcuccio (Feinkost Markuccio), Benaissa Budharam (Finanzbonus), Christian Kellermann (Sparkassen-Versicherung) und der mittlerweile pensionierte Bernd Schelhasse (ehemals Schelhasse Waagen).

Vier verkaufsoffene Sonntage

Erste Aufgabe des neuen Vorstands sei es gewesen, die vier verkaufsoffenen Sonntage „in Abstimmung mit dem IZ festzulegen und möglichst ausgewogen aufs Jahr zu verteilen“. Weil so eine Sonntags-Ladenöffnung an ein Fest oder eine Veranstaltung gekoppelt sein muss, wird gestartet parallel zum Frühlingsfest in der Bahnhofstraße am 29. März, also eine Woche vor Ostern. Weitere Einkaufs-Sonntage sind geplant für den 31. Mai – parallel zu einem Europafest der Stadt – und für den 13. September zum Tag der Nationen (von dem der Ausländerbeirat jedoch noch nicht entschieden hat, ob er erneut in der Bahnhofstraße stattfindet). Auch zum Finaltag der Thüringer Marktwoche am 1. November sollen die Läden öffnen. Zu allen Terminen will man ein Begleitprogramm auf die Beine stellen.

Annett Gurczinski, seit Ostern 2014 die neue Leiterin des IZ, berichtet, dass es auch im Einkaufstempel Neues zu entdecken geben soll. Beispiel: Alle, die den großen Traum von einer steilen Karriere vor der Kamera träumen, haben am Samstag, 7. Februar, vielleicht eine Chance auf dessen Verwirklichung: Dann findet im IZ ein Casting des Film- und Fernsehproduzenten Ufa statt. Jeder kann sich ab 12 Uhr präsentieren – und wer Glück hat, wird in die große Kartei auf genommen; Karriere bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ oder so nicht ausgeschlossen. Auch eine Fortsetzung der Ausstellung „Faszination Wüste“ kommt. Vom 18. Februar bis 7. März kann auch allerlei tierische Wüstenbewohner sehen, wer keine Angst vor Krabbeltieren hat. Zudem sind vier Antikmärkte geplant – der erste bereits am 25. Januar von 10 bis 17 Uhr.

Die zehn erfolgreichsten Handels-Unternehmen

Die zehn erfolgreichsten Handels-Unternehmen

Doch zurück zur Bahnhofstraße, zu Verkehrsdiskussion und vermeintlichem Zufahrtschaos. Neuester Stand ist, dass die Fußgängerzone ausschließlich über die Luisenstraße angefahren werden soll, sobald das dortige Bauvorhaben beendet ist. Eine Regelung, die auch Kahnke begrüßt: „Wenn diese stabil bleibt, ist es gut.“ Erster Stadtrat Stefan Schmitt (CDU) ist sich im Klaren darüber, dass das Thema weiter für Gesprächsstoff sorgen wird. Schließlich treibt die Frage, wie man die City beleben und mehr Kunden in die Fußgängerzone locken kann, Geschäftsleute und Politik seit vielen Jahren um. Jedem werde man es kaum recht machen können, sagt Schmitt.

Aber an der Fußgängerzone will die Stadt dort festhalten? Schmitt antwortet, es gebe diesbezüglich Vorschläge „unterschiedlicher Natur“. Aber von Seiten der Stadt „wird keine Initiative kommen, die Fußgängerzone aufzuheben.“ Überhaupt wehrt sich der Erste Stadtrat „gegen diesen Negativ-Ton, wenn es um die Fußgängerzone geht“. Nicht nur, dass die Straße durch die Neugestaltung vor einigen Jahren schöner geworden sei, es gebe auch kaum mehr Leerstand, attraktive Fachgeschäfte und Gastronomie. „Es gibt eine positive Entwicklung“, ist Schmitt überzeugt. Gleichwohl werde sich die Politik auch künftig ausführlich mit dem Thema befassen.

hov

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare