Zehntausende Geschädigte, 830.000 Euro Schaden

Gewerbsmäßiger Betrug und Geldwäsche: Anklage gegen vier Personen

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Neu-Isenburg/Offenbach - Wegen Betruges von Zehntausenden oft älteren Menschen hat die Staatsanwaltschaft in Offenbach Anklage gegen vier Personen erhoben. Sie sollen von Neu-Isenburg aus agiert haben.

Der Schaden betrage mehr als 830.000 Euro, hieß es in einer Mitteilung. Ein Prozess soll am Landgericht Darmstadt stattfinden. Drei Männern und einer Frau wird vorgeworfen, mittels eines Inkassounternehmens in ganz Deutschland angebliche, in Wahrheit aber nicht bestehende Forderungen eingezogen zu haben. Drei der mutmaßlichen Täter stammen aus dem Rhein-Main-Gebiet. Sie haben von Neu-Isenburg aus agiert. Die Opfer sollen aufgefordert worden sein, eine Gebühr zu zahlen, weil sie bei einem Spiel gewonnen hätten. Die Anklage spricht von gewerbsmäßigem Betrug und gewerbsmäßiger Geldwäsche. Die Ermittlungen liefen seit 2010. In zehn Bundesländern wurden laut Staatsanwaltschaft über 20 Wohn- und Geschäftsobjekte durchsucht und Beweismittel sichergestellt.

Ardi Goldman vor dem Landgericht in Frankfurt

dpa/dr

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