Programm des GHK

Die vielen Seiten der Stadt

Neu-Isenburg - Möglichst viel Isenburg, aber auch den Blick über den Tellerrand und darüber hinaus – so lautet das Motto fürs neue Programm des Vereins für Geschichte, Heimatpflege und Kultur (GHK) im ersten Halbjahr 2014.

Interessant klingen auch ein neues Buchprojekt und ein Schmankerl zum gemeinsamen Neujahrsempfang mit der Stadtbibliothek. Und: Die Pflege der Willkommenskultur soll weiter groß geschrieben werden. Fünf der insgesamt 23 Veranstaltungen widmen sich der Hugenottenstadt: Über die Frage der Integration im hugenottischen Ysenbourg 1699 bis 1720 spricht Dr. Gudrun Petasch gleich zu Jahresbeginn am Freitag, 17. Januar (19 Uhr, Marktplatzgemeinde). Ebenfalls der Geschichte ist ein Vortrag von Christel Pasinger gewidmet, der sich mit einem sehr rührigen Verein befasst: dem Westendverein, jüngst wiederentdeckt bei der Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Ums moderne Isenburg geht es bei Besuchen der Feuerwehr, des Kempinski-Hotels und des Rewe-Verteilzentrums auf dem ehemaligen Holzmanngelände.

„Studienfahrten sind den Partnerstädten Weida und Dacorum Borough gewidmet, um die Kontakte zu den Freunden aufrecht zu erhalten und zu vertiefen“, so der GHK-Vorsitzende Herbert Hunkel. Besonders am Herzen liegt ihm eine Studienfahrt, die entlang des Hugenotten- und Waldenserpfades nach Bad Karlshafen zum Deutschen Hugenottenzentrum führt. Den Aufenthalt in Bad Karlshafen will man auch nutzen, um sich vom Isenburger Steinmetz- und Bildhauermeister Alex Kaufmann die Sanierungsarbeiten an der Historischen Hafenanlage erläutern zu lassen, mit der sein Unternehmen beauftragt wurde. Interessantes kann man mit dem GHK aber auch in der Region entdecken – etwa das Druckzentrum Rhein-Main in Rüsselsheim, wo der Isenburger Martin Kümmerling die Geschäfte führt, oder den Westhafen Frankfurt.

Den gemeinsamen Neujahrsempfang mit der Stadtbibliothek (Sonntag, 26. Januar, 16 Uhr) nutzt Krimiautor Jan Costin Wagner, um aus seinem neuesten Krimi „Tage des letzten Schnees“ vorzulesen. „Das Buch erscheint am 9. Juni, unsere Lesung dürfte damit zu den ersten gehören“, freut sich Hunkel. Und berichtet, dass auch beim GHK ein eigenes neues Buchprojekt auf dem Programm steht: ein Isenburger Geschichtsbuch. Zur Geschichte der Stadt liegen zwar mehrere Veröffentlichungen vor, in denen einzelne historische Epochen dargestellt werden. Bisher fehlt jedoch eine Publikation, in der die Gesamtgeschichte der Stadt in ihren Grundzügen präsentiert wird. „Dieser Aufgabe hat sich dankenswerter Weise die Historikerin Dr. Heidi Fogel angenommen“, so Hunkel. Seit Anfang 2013 arbeitet sie im Auftrag des GHK am Projekt, veröffentlich werden soll das Geschichtsbuch als „interessantes Nachschlagewerk, das dazu beiträgt, die Identifikation der Bürger mit der Stadt zu vertiefen“ 2015. Für die Finanzierung hat der GHK eine Rücklage angelegt, ist aber auf Spenden und weitere Hilfen angewiesen.

Auch der Pflege der Willkommenskultur will sich der Verein weiter widmen: „Wir wollen den Menschen zur Seite stehen, die in ihrer Heimat verfolgt wurden und in diesen Tagen und Wochen nach Neu-Isenburg kommen und froh sind, dass sie endlich Ruhe finden“, so Hunkel. Wie berichtet, laden die Stadt und die Kirchengemeinden für den 17. Januar, 17 Uhr, zu einer Infoveranstaltung ins Rathaus ein. „Dabei wollen wir beraten, wie wir helfen können“, so Hunkel, der auf viele Unterstützer hofft. 532 Mitglieder zählt der 1985 gegründete GHK heute, neue Gesichter sind stets willkommen. 

(hov)

Rubriklistenbild: © dpa

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