Großer Aktionstag

Hilfsorganisationen stellen sich und ihre Arbeit vor

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Zum Glück nur eine Übung, in diesem Fall auf dem Gelände der Ex-Bundesmonopolverwaltung für Branntwein. Mit Szenarien wie diesen bereiten Isenburgs Rettungskräfte sich regelmäßig auf den Ernstfall vor. Beim „Tag der Hilfsorganisationen“ geben sie Einblicke in ihre Arbeit.

Neu-Isenburg - Helfen, löschen, Leben retten: Beim „Tag der Hilfsorganisationen“ am Samstag, 8. September, können Interessierte Neu-Isenburgs ehrenamtlichen Rettungskräften über die Schulter schauen. Auf die Besucher warten nicht nur viele Infos und Blicke hinter die Kulissen, sondern auch jede Menge „Action“ und Mitmachaktionen (nicht nur) für Kinder.

 Wie lösche ich richtig mit einem Feuerlöscher? Warum ist die Rettungsgasse so wichtig und wie funktioniert sie eigentlich? Wofür brauche ich überhaupt Rauchmelder zu Hause? Es sind nicht nur diese Alltagsfragen, die sich alle Interessierten am „Tag der Hilfsorganisationen“ aus erster Hand beantworten lassen können. Freiwillige Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und die hessische Polizei haben für Samstag, 8. September, auch darüber hinaus ein familienfreundliches Programm, eine Mischung aus Mitmachaktionen und Vorführungen, zusammengestellt. Los geht’s um 11 Uhr auf dem Gelände der Feuerwehr in der Sankt-Florian-Straße. „Wenn das Wetter mitspielt, rechnen wir mit 2000 bis 3000 Besuchern“, blickt Stadtbrandinspektor Stefan Werner der Veranstaltung freudig entgegen. Zwischen 11 und 17 Uhr werden die Kinderfeuerwehr im Rahmen eines brandneuen Theaterstücks und die Jugendfeuerwehr sowie die Einsatzabteilung bei verschiedenen „Brandangriffs“- und Verkehrsunfallübungen zeigen, was man im ehrenamtlichen Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr so alles lernt. Die Kollegen des THW präsentieren den Besuchern, was sich hinter einem so genannten „Leiterhebel“ verbirgt und was mit den riesigen Pumpen möglich ist, die beim THW vorhanden sind.

Das Rote Kreuz hält nützliche Infos rund um das Thema „Erste Hilfe“ bereit und Vertreter der DLRG zeigen ihre Kenntnisse rund um die Rettung Ertrinkender und ihre Tauchausrüstungen. Den umfangreichen Fahrzeugpark der Feuerwehr mit allerlei Gerätschaften dürfen die Isenburger natürlich ebenfalls bestaunen beim Tag der offenen Tür. Und nicht nur das: „Jeder Besucher kann selbst einen Feuerlöscher in die Hand nehmen und dessen richtigen Einsatz proben“, sagt Werner. Aber auch nicht alltägliche „laientaugliche“ Geräte, wie zum Beispiel eine hydraulische Schere für die Rettung eingeklemmter Menschen nach Verkehrsunfällen, können die Gäste einmal ausprobieren.

In kurzen Schulungen wird zudem gezeigt, wie ein „automatischer Defibrillator“ funktioniert, der mittlerweile an vielen öffentlichen Orten in der Stadt, wie beispielsweise in der Hugenottenhalle, im Isenburg-Zentrum und im Schwimmbad, hängt. Diese Geräte sollen es Ersthelfern schon vor dem Eintreffen der Rettungsprofis ermöglichen, in lebensbedrohlichen Situationen effektiv zu helfen. Auch die fast schon obligatorische Vorführung einer „Fettexplosion“ darf natürlich nicht fehlen – dabei zeigt die Wehr eindrucksvoll, weshalb man einen Fettbrand am heimischen Herd tunlichst nicht mit Wasser löschen sollte. In einer anderen Vorführung zeigt die Einsatzabteilung der Wehr in einem Übungsszenario die Rettung eines unter einem Lkw einklemmten Pkw-Fahrers. Das Geschehen wird moderiert, damit die Zuschauer wissen, was genau passiert.

„Tag der Nationen“ 2018 in Neu-Isenburg: Fotos

Auch an verschiedenen Fahrzeug-, Bilder-, und Schutzkleidungsausstellungen und an Infoständen gibt es Wissenswertes rund um die Arbeit bei den Hilfsorganisationen – wie man zum Beispiel selbst dabei sein kann, wenn man sich ehrenamtlich engagieren möchte oder auch finanzielle Unterstützung leisten kann. „Gott sei dank haben wir hier in Isenburg, entgegen dem Deutschlandtrend, immer wieder Leute, die sich als neue Mitglieder melden, zum Beispiel Zugezogene“, berichtet Werner. Und die Feuerwehr tut auch selbst einiges in Sachen Nachwuchsarbeit: So startet beispielsweise gerade eine neue Feuerwehr-AG an der Goetheschule. Beim „Tag der Hilfsorganisationen“ können Kinder ihren Entdeckergeist bei einer Rallye über das Gelände von THW und Feuerwehr ausleben, außerdem gibt es Bobbycar-Rennen und Strandballwerfen. Und weil so viel „Action“ hungrig macht, gibt’s Stärkung – von der Naschtüte über Crêpes bis zu Flammkuchen und Gegrilltem. Viele Isenburger freuen sich schon auf die Original Thüringer Rostbratwürste aus der Partnerstadt Weida, die von einem Team der dortigen Feuerwehr frisch zubereitet werden. (hov)

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