Grüne neue Tram-Linie 17

„Ein guter Schritt nach vorn“

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Die 17er-Straßenbahn bahnt sich erstmals den Weg von Frankfurt nach Neu-Isenburg. Künftig fährt sie großteils im Zehn-Minuten-Takt.

Neu-Isenburg - Die Grünen können die Kritik an der Straßenbahnlinie 17 nicht nachvollziehen und sehen in ihr einen guten Schritt nach vorn.

„Sie erschließt direkt eine Reihe von wichtigen Zielen im Nahverkehr und bietet darüber hinaus eine große Zahl von Umsteigemöglichkeiten zu lokalen, regionalen und überregionalen Zielen“, heißt es in einer Presseerklärung. Wer jetzt mit der Bahn verreisen wolle, werde häufiger die Tram nutzen. Die Taktzeiten seien häufig – und in weniger als 15 Minuten Fahrzeit sei der Frankfurter Hauptbahnhof erreicht. „Das ist ein sehr gutes Mobilitätsangebot für die Isenburger“, freuen sich die Grünen.

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Ein Problem stellt aus ihrer Sicht aber immer noch die Randlage der Straßenbahn und damit die Erreichbarkeit dar. Am besten hätten es immer noch diejenigen, die das Auto nutzen: Bislang reichten die Park&Ride-Plätze aus. Für die kurzen Strecken zur Straßenbahn ist für die Grünen das Auto aber eine teure Lösung. Besser geeignet wären Busse oder das Rad. „Leider machen die Busse einen großen Bogen um die Haltestelle und für Fahrräder sind immer noch nicht ausreichend gesicherte Parkplätze vorhanden“, bedauern die Grünen. Da müssten Lösungen von der Stadt geschaffen werden.

Müllwagen kracht in Frankfurter Straßenbahn

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Eine längerfristige Perspektive habe der Vertreter der Verkehrsgesellschaft Frankfurt in seiner Eröffnungsrede dargestellt: Er forderte die Verlängerung der Linie bis nach Langen. Für die Isenburger berge die Option die Chance, mit einem Park&Ride-Platz im Süden der Stadt, den Nord-Süd-Durchgangsverkehr zu reduzieren. Damit würde das Mobilitätsangebot für Isenburg verbessert – und die Lebensqualität durch den Rückgang des innerstädtischen Verkehrs. „Der Ball liegt jetzt im Feld der Isenburger Politik“, so die Grünen. Die schwarz-gelbe Mehrheit habe eine Verlängerung der Straßenbahn bisher immer abgelehnt.

(hok)

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