Ein „grünes Rathaus“

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Gastredner Dr. Martin Wansleben (zweiter von links) zusammen mit (von links) dem Landtagsabgeordneten Hartmut Honka, dem CDU-Vorsitzenden Thorsten Klees, Bürgermeister Herbert Hunkel, Stadtverordnetenvorsteher Rolf Krumbiegel, Landrat Oliver Quilling und Walter Winter.

Neu-Isenburg - „Das sage ich auch als CDU-Vorsitzender gerne: Wir haben jetzt ein grünes Rathaus. “ Gute Laune war gestern beim Neujahrsempfang der Christdemokraten im voll besetzten Foyer der Hugenottenhalle angesagt, so dass Thorsten Klees das Scherzen nicht schwer fiel. Von Enrico Sauda

Schließlich blickt die Hugenottenstadt auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Zum einen sei ein architektonischer Schandfleck - das Hochhaus an der Frankfurter Straße Ecke Friedhofstraße - weg, zum anderen eben das Verwaltungsgebäude an der Hugenottenallee energetisch saniert worden.

Überhaupt lasse es sich in Neu-Isenburg gut leben, so der CDU-Chef. „Das Hallenbad wird saniert“, begann Klees die Aufzählung. Zudem sei Isenburg als Wirtschaftsstandort sehr beliebt, große Unternehmen bleiben und neue kämen hinzu. Zu ihnen gehöre die Firma „Arrows“ aus dem benachbarten Sprendlingen, die auf dem ehemaligen Agfa-Gelände ein neues Domizil errichte.

Als Gründe nannte Klees die gute Lage, die hervorragende Infrastruktur sowie angenehme sogenannte weiche Standortfaktoren und den konkurrenzfähigen Gewerbesteuerhebesatz.

Neugestaltung des großen Areals rund um den Güterbahnhof

Die Kommune sei zudem in Sachen Kinderbetreuung vorbildlich und auch für Senioren und Vereine soll demnächst ein neuer Raum entstehen. Während die Clubs im Gebäude der alten Brüder-Grimm-Schule an der Hugenottenallee unterkommen, finden die Älteren Platz auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses Oestreich.

Die größte Herausforderung sei in diesem Jahr die Neugestaltung des großen Areals rund um den Güterbahnhof. „Wir wollen ermitteln, wo welche Nutzung möglich ist.“ Zudem solle ein städtebaulicher Wettbewerb für das Stadtquartier Süd ausgeschrieben und die Bevölkerung bis zum Bau einbezogen werden. So viel Bürgerbeteiligung habe es in Neu-Isenburg noch nie gegeben, sagte Klees. „Es ist die einmalige Gelegenheit, ein neues Stadtquartier zu entwickeln, mit dem sich alle Neu-Isenburger identifizieren können“, rief Klees.

Gastredner war Dr. Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, der viele Jahre in Neu-Isenburg gelebt hat. Er urteilte, dass auch aus wirtschaftlicher Sicht „2011 doch nicht so schlecht war“ wie zunächst befürchtet. Wobei ihm das Schicksal des Offenbacher Druckmaschinenherstellers MAN-Roland nahe gehe. In seiner leidenschaftlichen Rede ging er der Frage nach, ob die Wende in der Energiepolitik nicht zu schnell gehe und vertrat die These, „dass wir es nicht geschafft haben, unser Verantwortungsgefühl auf Europa zu übertragen“. Angesichts der Krise bedauerte er, das „wir mehr und mehr mit uns selbst beschäftigt sind“.

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