Stadt reagiert auf Beschwerden

Güterbahnhofgelände: Mit Pollern gegen Falschparker

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Den Anblick von „zwischengelagerten“ Schrottautos, illegal entsorgtem Unrat und zig Sprintern, die vor ihrer Haustür parken, haben die Anwohner des Güterbahnhofgeländes satt. Im Rathaus stießen ihre Beschwerden auf Verständnis. Nun werden Poller aufgestellt und ein Erdwall aufgeschüttet, um die Zufahrt auf den hinteren Platzteil zwischen Waldstraße und Hugenottenallee zu verhindern.

Neu-Isenburg - Die Brachfläche auf dem Güterbahnhofgelände ist für die Anwohner eine ärgerliche Problemzone, weil manch einer sie mit einem geeigneten Abladeplatz für Schrottfahrzeuge und Müll, andere sie mit einem geeigneten Ort fürs nächtliche Umladen von Lkw-Ladung verwechselt.

Dem will die Stadt nun einen Riegel vorschieben und das Areal aufwerten. Am Dienstag geht’s los. Das Thema ist nicht neu: So eine Brachfläche mitten in der Stadt ist natürlich verlockend – abgestellte Anhänger, Sprinter und Lkw bestimmen auf dem Güterbahnhofgelände nicht selten das Bild. Auch Leute, die auf der Suche sind nach einem Fleckchen, wo sie ihre ausgemusterten Schrottkarren abstellen können, entscheiden sich immer gern für dieses Areal. Eine Situation, die viele Anwohner schon seit geraumer Zeit satt haben.

„Nachdem der ehemalige Investor des Güterbahnhofgeländes wegen Insolvenz das geplante Bauvorhaben dort nicht realisieren konnte, entstand an dieser Stelle im Laufe der Zeit ein ‘nicht offizieller’ Parkplatz“, formuliert es gestern der Magistrat. Die Brachfläche werde leider in zunehmendem Maße missbräuchlich genutzt – eben zur „Zwischenlagerung“ von Schrottfahrzeugen oder um dort nachts geräuschvoll Laster und Sprinter umzuladen. Auch illegal entsorgter Müll und Unrat verunstaltet immer wieder das Gelände.

„Soweit ein Teil des Areals sich in städtischem Besitz befindet, handelt es sich rechtlich nicht um öffentlichen Straßenraum“, erklärt der Magistrat. Die Stadt könne dort lediglich wie ein privater Grundstückseigentümer handeln: „So wurden Dutzende von Fahrzeugen mit der Aufforderung zum Entfernen beklebt und auch einige Autos nach Ablauf der Frist verschrottet, und zwar auf Kosten der Stadt, da die Halter nicht zu ermitteln waren.“

Diese Park-Unfälle sind absolut verrückt

Kein Wunder also, dass sich die Anwohner der Carl-Ulrich-Straße an die Stadt gewandt haben mit der Bitte, dort Abhilfe zu schaffen. Will sagen: Ordnung rein zu bringen. Im Rathaus stießen die Beschwerden der Anlieger jedenfalls auf Gehör. Zwei Gespräche mit den Betroffenen habe Bürgermeister Herbert Hunkel zu dem Thema geführt, das letzte am 20. Dezember. Gemeinsam sei dabei eine tragfähige Lösung gefunden worden.

Und die sieht folgendermaßen aus: Am Dienstag kommender Woche (20. Februar) wird nach Angaben aus dem Rathaus damit begonnen, das Gelände mit Pollern zwischen der Waldstraße und der Hugenottenallee abzusperren. Außerdem wird dann noch an der Carl-Ulrich-Straße ein kleiner Erdwall aufgeschüttet, der begrünt werden soll. Deshalb weist der Magistrat darauf hin, dass alle Autos, die bislang dort stehen, „umgehend entfernt werden müssen“. (hov)

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