Standesamt legt Jahresbericht vor

Hochzeitspaare lieben Isenburg

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In Neu-Isenburg wird gerne geheiratet, und das liegt auch an der Bansamühle: Die ist ein offenbar besonders romantischer Ort - und zieht Festgesellschaften aus dem ganzen Kreis an, auch aus Mörfelden oder Frankfurt. 131 Paare haben sich 2017 für eine Trauung in dem historischen Ambiente entschieden. Der DLB hat im Frühjahr sogar eigens Ringe aus Narzissen davor gepflanzt.

Neu-Isenburg - Die Hugenottenstadt wird bei Hochzeitspaaren immer beliebter. Dass die Zahl der Eheschließungen vergangenes Jahr den höchsten Wert seit vielen Jahren erreicht hat, führt die Stadtspitze auch auf Extra-Services wie das frühzeitige Reservieren eines Trautermins sowie auf ein breites Angebot an Trauorten für Feiern jeder Größe zurück.

In der Jahresbilanz des Standesamts für 2017 sind auch zwei Hausgeburten verzeichnet. Besonders viele Brautpaare sagen Ja zum schmucken Ambiente der historischen Bansamühle – und längst nicht alle dieser Heiratswilligen kommen auch von hier. Das Ambiente ziehe auch Festgesellschaften aus dem ganzen Kreis an, berichtet die Standesbeamtin Daniela Neuhaus, als sie gestern die Bilanz des Standesamts für 2017 vorstellt. Der zeigt, dass Heiraten nach wie vor im Trend liegt: Genau 187 Paare, „und damit die meisten seit 2012“, wie Neuhaus berichtet, haben sich vergangenes Jahr in Neu-Isenburg getraut (2016: 179).

Darunter zwei gleichgeschlechtliche Ehen und 14 Umwandlungen von begründeten Lebenspartnerschaften in eine gleichgeschlechtliche Ehe; zwei Paare (2016: neun) begründeten bis zum 30. September 2017 eine Lebenspartnerschaft. Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts am 1. Oktober 2017 können Lebenspartnerschaften nicht mehr begründet werden.

Heiraten kann man in Neu-Isenburg auch etwas weniger historisch – nämlich im Trausaal des Rathauses, im Bürgerhaus Zeppelinheim sowie in den beiden großen Hotels Kempinski in Gravenbruch und Mercure. Dennoch ist die Bansamühle an Beliebtheit ohne Konkurrenz: 131 von 187 Paaren entschieden sich vergangenes Jahr für eine Trauung dort. 48 Paare wählten für Ihr Ja-Wort das kleine Trauzimmer im Rathaus und acht Paare das Kempi. Mit den insgesamt fünf Trauorten sei die Stadt gut aufgestellt für Feiern im kleineren oder größeren Rahmen, hebt Neuhaus hervor – „von klein und intim über romantisch bis hin zu großen Feiern mit 100 Gästen in Zeppelinheim“.

Besonders geschätzt werde bei Brautpaaren der seit 2015 angebotene besondere Service: „Es ist bereits ein Jahr vor dem gewünschten Trautermin möglich, diesen verbindlich zu reservieren gegen eine Gebühr von 40 Euro“, berichtet die Standesbeamtin. „Es gibt Leute, die exakt um Mitternacht ein Jahr vor dem Wunschtermin reservieren, um frühzeitig verbindlich planen zu können.“

Die Termine der Samstagstrauungen in der Bansamühle bis Ende 2019 wurden übrigens bereits festgelegt und können auf der städtischen Homepage abgefragt werden; letzter Trautermin ist jeweils 12 Uhr. Es ist an diesen Samstagsterminen auch möglich, nachmittags zwischen 14 und 15 Uhr im Kempinski, im Mercure-Hotel und in Zeppelinheim getraut zu werden. Die Verfügbarkeit der Räume sollte vorab direkt mit den beiden Hotels beziehungsweise dem Kulturamt der Stadt geklärt und danach mit dem Standesamt Kontakt aufgenommen werden.

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Auch gab es im vergangenen Jahr wieder Kinder, bei denen Neu-Isenburg als Geburtsort im Ausweis stehen wird: Zwei Babys erblickten als Hausgeburten das Licht der Welt. 320 Kinder von Neu-Isenburger Bürgern kamen in auswärtigen Krankenhäusern zur Welt. Für die auswärtigen Geburtsstandesämter beurkunden Isenburgs Standesbeamte darüber hinaus Vaterschaftsanerkennungen und Namenserklärungen. 212 Sterbefälle beurkundete das Standesamt außerdem 2017, insgesamt sind 397 Isenburger verstorben.

Hinzu kommen einige neue Aufgaben. Seit März 2017 sind die Kommunen beispielsweise laut Gesetz zuständig für die Entgegennahme der Kirchenaustrittserklärungen. In Neu-Isenburg wurde diese Aufgabe beim Standesamt angesiedelt. 2017 wurden 129 Kirchenaustrittserklärungen beurkundet. Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich ist die Einbürgerungsstelle, die umfassende Beratungen zu den Voraussetzungen zum Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft bietet und gleichzeitig auch die entsprechenden Anträge annimmt. 169 Anträge wurden 2017 entgegengenommen, bearbeitet und anschließend an das Regierungspräsidium Darmstadt zur endgültigen Entscheidung weitergeleitet. 126 Einbürgerungsurkunden hat das Standesamt ausgehändigt. (hov)

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