Mehr als der übliche Dank

Hugenottenmedaille zum Abschied für Sozialarbeiter „Hugo“ Dangeleit

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Schwelgen zum Abschied in Erinnerungen (von links): Oliver Zimmermann, Herman Schifferdecker, Michael Müller, „Hugo“ Dangeleit, Petra Borchert, Babsi Wohlmuth, Robert Borchert, Jörg Wruck und Bernd Pufahl.

Neu-Isenburg - Er hat das Kult-JUZ in Gravenbruch geprägt wie kein anderer: Hans Joachim „Hugo“ Dangeleit geht nach 40 Jahren in den Ruhestand

Die Abschiedsparty für den beliebten Sozialarbeiter am Samstag in seiner Wirkungsstätte am Dreiherrnsteinplatz wurde zu einer großen Wiedersehens-Sause. „Ja, 40 Jahre sind eine lange Zeit – und dennoch sind die Jahre so schnell vergangen“, resümiert der baldige Ruheständler. „Aber es war eine tolle Zeit.“ Zum Abschied schmeißt er noch einmal eine große Party. Kommen kann jeder, der mit ihm zu tun hatte – und dies waren ziemlich viele. „So voll war das Haus nicht einmal bei der Einweihung“, meint Jörg Wruck, der erste Jugendpfleger der Stadt Neu-Isenburg, der den schwierigen Aufbau des Gebäudes selbst und auch der Jugendarbeit im Stadtteil miterlebt hat.

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„Was, du? Heute hier?“, konnte Hugo Dangeleit nur sagen, dann lagen sich Babsi und er in den Armen. Die ehemalige Besucherin Babsi Wohlmuth lebt heute bei Erding und kam eigens zur Abschiedsparty ihres „Ersatz-Papas“ nach Gravenbruch. „Wir haben in der Jugend hier nicht nur mehr Zeit als daheim verbracht, sondern auch über Dinge geredet, über die man mit den Eltern nie geredet hätte“, beschreibt Wohlmuth das Vertrauensverhältnis zu Dangeleit und seinem Team. Auch für Petra Borchert (damals noch Neugebauer) war es ein Anliegen, zur Party zu kommen. „Mensch, damals waren wir ja noch Kinder“, schmunzelt Oliver Zimmermann und betrachtet mit Michael Müller ein Bilderalbum, das Dangeleit ausgelegt hat. Auf dem Billardtisch hat er noch eine ganze Reihe von Plakaten ausgebreitet, die er selbst erstellt hat – mit der Hand beschrieben und bemalt. Noch heute würden ehemalige Besucher von den gemeinsamen Freizeiten schwärmen, von Discoabenden oder von Skifahrten, kann Dangeleit tolle Geschichten erzählen.

Mit dem Abschied in den Ruhestand geht in Gravenbruch eine Ära zu Ende. Dangeleit werde nur schwerlich zu ersetzen sein. „Hugo war immer da, wann und wo er gebraucht wurde“, betont Bürgermeister Herbert Hunkel. „Er hat sich weit über seine Pflicht hinaus mit und vor allem für die Jugend engagiert, deshalb gebührt ihm nicht nur der übliche Dank, sondern wir wollen unsere Wertschätzung für seine Arbeit mit der Verleihung der Hugenottenmedaille auch öffentlich machen“, so Hunkel. „Das ist ein wunderbarer Abschied für mich, der unvergessen bleiben wird“, meint der sichtlich gerührte Dangeleit. (lfp)

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