Ideen für zentrale Achse gesucht

Arbeiten für Bestandsanalyse der Frankfurter Straße beginnen - Maßnahmenpaket als Ziel

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Da liegt einiges an Arbeit vor dem beauftragen Planungsbüro: Für die Bestandsanalyse wird die Frankfurter Straße vermessen. Außerdem werden Häuser fotografiert und Skizzen angefertigt, um ein Maßnahmenpaket zu schnüren, mit dem die Attraktivität der zentralen Achse gesteigert werden soll.

Die Frankfurter Straße spielt eine zentrale Rolle beim Stadtumbau. Mit der Analyse beginnt die Entwicklung eines Maßnahmenpakets.

Neu-Isenburg – Beim Stadtumbau spielt die Frankfurter Straße eine zentrale Rolle. Um Maßnahmen in dieser Richtung zu entwickeln und die Attraktivität zu steigern, ist aber erst einmal eine Bestandsanalyse notwendig.  Mit der Erarbeitung des entsprechenden Gutachtens wurde ein Büro betraut, das nun beginnen will.

In den nächsten Wochen wird dazu die Frankfurter Straße vermessen, Häuser werden fotografiert und Skizzen angefertigt. Die Mitarbeiter des Architektur- und Planungsbüros Freischlad + Holz/Herwarth + Holz aus Darmstadt starten mit den ersten Arbeiten zum stadträumlichen Gutachten für eine der wichtigsten Achsen in Neu-Isenburg.

Im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau und des Integrierten städtebaulichen Handlungskonzeptes (ISEK) in Neu-Isenburg wurde deutlich, dass die Frankfurter Straße als Bindeglied zwischen dem „Alten Ort“ im Norden und der „Neuen Welt“ im Süden eine besondere städtebauliche Rolle in der Gesamtstadt sowie im Förderprogramm einnimmt. In den nächsten Jahren soll deshalb ein planerisches Gesamtkonzept für diese und die angrenzenden Stadträume erstellt werden. Das Ziel ist es, die zentralen Bereiche in der Frankfurter Straße und der Fußgängerzone Bahnhofstraße im Vergleich zu heute erheblich aufzuwerten. Dazu ist als erster Schritt das stadträumliche Gutachten erforderlich.

Für die Bestandsaufnahme der Ist-Situation werden Mitarbeiter des Architektur- und Planungsbüros vor Ort in den nächsten Wochen unterwegs sein und Erhebungen zum Straßenraum und zur Bebauung vornehmen.

Die Untersuchung umfasst gleich mehrere Punkte: Dazu zählen die Struktur und Gestaltung des Gebäudebestandes – insbesondere der auf die Frankfurter Straße und die Fußgängerzone Bahnhofstraße ausgerichteten Fassaden sowie die Funktion und Gestaltung des seitlichen Straßenraums mit den entsprechenden Nutzungen. Da geht es insbesondere um die Aufenthaltsqualität sowie die private und öffentliche Stadtmöblierung. Ein weiteres Thema der Analyse ist auch die Ermittlung von Grünstrukturen, dazu gehören auch private Gebäude und Höfe.

Aus der Analyse der bestehenden Ist-Situation sollen dann konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt werden. Die Stadt will beispielsweise für die Hauseigentümer und Ladenbetreiber Anreizprogramme entwickeln, mit dem Ziel, gemeinsame Lösungen für die Gestaltung der die Straße prägenden Fassaden zu erarbeiten und umzusetzen. Außerdem geht es um Anreize für die Ansiedlung beziehungsweise Unterstützung von innenstadtnahen Einrichtungen wie beispielsweise der Gastronomie oder des Einzelhandels.

Auch im Hinblick auf Klimaschutz und Klimaanpassung soll es einen Maßnahmenkatalog für die Frankfurter Straße geben. Neben der Anlage von öffentlichem Grün und anderen Elementen des Klimaschutzes ist ein Programm für die Begrünung von privaten Liegenschaften, von Fassaden, Dächern und Höfen in diesem wichtigen Bereich der Innenstadt geplant.

Das Gutachten wird im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes umgesetzt. Nach Ausschreibung wurde der Auftrag für rund 59 000 Euro an das Darmstädter Büro vergeben.

VON HOLGER KLEMM

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