Besondere Schlauchturm-Deko mit Mehrwert

Im Alarmfall informiert der Weihnachtsbaum in Neu-Isenburg

Advent, Advent – brennt’s? Der Weihnachtsbaum, der hier auf den Schlauchturm gehoben wird, leuchtet im Advent in verschiedenen Farben – und gibt so Auskunft darüber, ob und sogar was im Städtchen gerade los ist.
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Advent, Advent – brennt’s? Der Weihnachtsbaum, der hier auf den Schlauchturm gehoben wird, leuchtet im Advent in verschiedenen Farben – und gibt so Auskunft darüber, ob und sogar was im Städtchen gerade los ist.

Der Weihnachtsbaum, der traditionell Mitte November mit den Hubrettungsgeräten der Feuerwehr oben auf dem Schlauchturm aufgestellt wird, ist seit vielen Jahren ein Blickfang am Ostzipfel der Kernstadt. Doch in diesem Jahr sieht er nicht einfach nur gut aus: Der Baum ist diesmal etwas Besonderes, denn den Menschen in Isenburg genügt ab dem ersten Advent ein Blick auf den Baum – und sie wissen direkt, ob und sogar was im Städtchen gerade los ist.

Neu-Isenburg - Auch wenn es natürlich andere Kanäle gibt, um sich zu informieren: „Wenn gerade kein Smartphone zur Hand ist und Sie sehen rote Lichter am Baum, dann ist die Freiwillige Feuerwehr gerade zu einem Brandeinsatz unterwegs“, erläutert die Wehr. Erstrahlt der Baum in blau, muss gerade technische Hilfe – etwa bei einem Verkehrsunfall – geleistet oder eine Wohnungstür geöffnet werden, um beispielsweise einem in Not geratenen Bewohner helfen zu können. Ist gerade gar nichts los, sind die Lichter weiß, sobald es dunkel geworden ist.

Die Idee dazu hatte der hauptamtliche Neu-Isenburger Feuerwehrmann Tasuli Archontidis: „Vor zwei Jahren haben wir in einer Zeitung von einer Feuerwehr gelesen, die die Lichter an ihrem Weihnachtsbaum blinken lässt, wenn ein Alarm eingeht – da haben wir gedacht: Das geht noch besser.“ Im November 2020 war Archontidis jedoch auf einem Lehrgang, so dass die Umsetzung bis zu diesem Jahr warten musste.

Mit Unterstützung von Michael Hörr (zuständig für den Elektrik-Part) und Thomas Stribrny, Julian Schöndube und Frank Burger, die bei der Baum-Installation auf dem Turm halfen, programmierte Tasuli Archontidis jetzt die notwendigen Funktionen.

Und so funktioniert es: Die für Neu-Isenburg zuständige Rettungsleitstelle in Dietzenbach schickt eine Alarmmeldung. Der Feuerwehr-Server wertet die Meldung mit Hilfe der Software „FE2“ von Alamos aus und schickt das Einsatz-Stichwort (zum Beispiel Feuer oder Verkehrsunfall) an einen Computer auf dem Turm, der dann weiß, was zu tun ist.

Also: „Ab dem ersten Advent bei Dunkelheit immer mal wieder auf den Schlauchturm der Neu-Isenburger Feuerwehr schauen – und durch den Weihnachtsbaum top informiert sein“, schreibt die Wehr. Auf jeden Fall sollte man montags um 18.30 Uhr mal einen Blick Richtung Turm wagen. Dann werden die kleinen Funkmeldeempfänger, über die die ehrenamtlichen Helfer zu Einsätzen ins Feuerwehrhaus gerufen werden, überprüft – und mit ihnen im Dezember auch die Lichter am Christbaum.

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