Infobörse mit wenig Entertainment

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Nicht zu vergleichen mit der IAA, versteht sich, doch dieser Sportwagen in der Hugenottenhalle zog schon auch einige neugierige Blicke auf sich.

Neu-Isenburg - Der Saal der Hugenottenhalle ist recht groß – das merkt jeder, der ihn zu Bühnenveranstaltungen betritt. Als Messehalle jedoch wirkt der Raum erheblich kleiner. Von Markus Jordan

Und so sind die 16 Stände, die sich hier zur Gewerbeschau NIM-Expo 09 eingerichtet haben, schnell abgeschritten. Aufgrund des begrenzten Raumangebots ist auch der Rosenauplatz Teil der Ausstellungsfläche geworden, hier preisen vier Händler und Dienstleister ihre Produkte an, auch Autos.

Ja, wir sind eine kleine Messe“, sagt Organisator Karlheinz Niess, regelrechte Besucherströme habe sie noch nie verzeichnet. Die Leistungsschau sei nicht auf den kurzzeitigen Effekt ausgerichtet; sie solle dem Standort angemessen sein. Während bei großen Messen mit weitläufigen Ausstellungsflächen stärker die Waren im Vordergrund stünden, stehe hier der Kunde im Mittelpunkt. „Unsere Messe setzt vor allem auf Beratung, auf den Kontakt zwischen Anbieter und Verbraucher.“ Diese Art des Kundenumgangs gebe es bei großen Messen kaum, dort gehe es eher unpersönlich zu, so Niess. Die NIM-Expo setzt auf den Besucher, der mit gezielten Fragen und Vorstellungen die Leistungsschau des Handels, der Gastronomie und zahlreicher Dienstleistungen aufsucht.

Jürgen Janovsky (rechts) lässt einen Kunden ein rückenschonendes Schlafsystem testen.

Sabine Lachmann von der Firma „Hairfree“ aus Dietzenbach ist mit der Resonanz zufrieden. Gemeinsam mit einer Mitarbeiterin steht sie vor ihrem Stand, der an einer bunten Demowand ihre Dienstleistung in Text und Bild beschreibt. Auf einer Messe könne sich jeder ungeniert und unverbindlich informieren, das sei bei Dienstleistungen sehr angenehm. „Viele, die unsere Leistungen hier kennengelernt haben, kommen dann auch zu uns, um sie in Anspruch zu nehmen.“ Und so gibt sich diese Leistungsschau vor allem als eine Informationsbörse. Wer weiß, was er will und sich entsprechend informieren möchte, ist hier richtig. Wer sich jedoch überraschen lassen oder durch ein Unterhaltungsprogramm mitgerissen werden möchte, der wird enttäuscht.

Waren beim letzten Mal noch 40 Aussteller zugegen, so ist deren Anzahl auf 22 gesunken. Auf den ersten Blick konnte das niemand bemerken, denn die freie Stellfläche wurde mit Autos aufgefüllt.

Während Karlheinz Niess für die nächste Messe 2011 an eine Erweiterung der Ausstellungsfläche Richtung Isenburg-Zentrum denkt, beklagt Carmen Schmieder von der Isenburger Firma Happy Party Events das spärliche Rahmenprogramm. „Es müssten Modenschauen stattfinden, Kunstdarbietungen oder ein Stadtrundblick von einer Hebebühne aus.“ Das Publikum erwarte auch Entertainment.

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