Stadtwerke feiern ihr Jubiläum

120 Jahre Energie für die Stadt

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Anlässlich des Jubiläums zeigen die Künstler des FFK ab August ihre Arbeiten im Foyer des Waldschwimmbads. „Auf Eigene Gefahr“ ist diese eindrucksvolle Fotografie von Kati Conrad benannt, die Denis Dörschug, den Betriebsleiter des Schwimmbads, zeigt. Die Ausstellungsreihe trägt den Titel „Wasserwerke“.

Neu-Isenburg - Sie versorgen die Stadt mit Strom, Erdgas und Trinkwasser, betreiben den Stadtbus und das Schwimmbad: Die Stadtwerke gehören zu Isenburg wie die Bansamühle oder die Hugenottenhalle. Seit nunmehr 120 Jahren ist das Unternehmen in der Stadt verwurzelt.

Das Jubiläum soll am Samstag, 11. August, mit den Isenburgern groß gefeiert werden. Es klappte noch bis zum Weihnachtsabend 1898. Da konnten sich die ersten Isenburger Haushalte über nie Dagewesenes freuen: elektrischen Strom. Alles begann mit 187 Hausanschlüssen. Damit die Bürger das lang ersehnte elektrische Licht Weihnachten in den eigenen Wohnungen genießen konnten, hatten die Arbeiter sich mächtig ins Zeug gelegt. „Da wurden teils Nachtschichten eingelegt“, erzählt Kirk Reineke, Geschäftsführer der Stadtwerke Neu-Isenburg. Denn nur zehn Monate zuvor, am 10. Februar 1898, hatte der Gemeinderat die richtungsweisende Entscheidung getroffen zum Bau eines Wasser- und Elektrizitätswerks.

Und damit den Grundstein gelegt zur Bildung der heutigen Stadtwerke. Neu-Isenburg entschloss sich damals als eine der ersten Gemeinden in der Region für den Aufbau einer Stromversorgung. Als Sachverständigen für die Planung eines Elektrizitätswerks engagierte man keinen geringeren als den Inhaber des ersten Lehrstuhls für Elektrotechnik in Deutschland, Professor Erasmus Kittler von der Technischen Hochschule in Darmstadt. Später wurde Kittler für seine Verdienste um die Elektrizitätsversorgung gar zum Ehrenbürger ernannt – auch wenn der Name heute bei Vielen in Vergessenheit geraten ist.

Lang ist’s her. Mehr als 22 000 Stromanschlüsse betreuen die Stadtwerke im Jahr ihres 120. Geburtstags, und viele andere Angebote mehr. Die Arbeit der und die Herausforderungen an die Stadtwerke haben sich seit damals massiv verändert. Zum Beispiel betreiben die Stadtwerke das Wassernetz mit seinen rund 121 Kilometer langen Trinkwasserversorgungsleitungen und den 13 Kilometer Rohwasserversorgungsleitungen von der Kernstadt bis nach Zeppelinheim und Gravenbruch. Insgesamt sind 5 470 Entnahmestellen angeschlossen, an die allein im vergangenen Jahr 2,2 Millionen m³ Wasser abgegeben wurden. Das entspricht rund 22 Milliarden Litern Wasser. Dieses Wasser wird aus elf heimischen Tiefbrunnen gewonnen und gelangt nach einer natürlichen Aufbereitung ohne chemische Zusätze in die Wasserhähne der Isenburger.

So ein Riesen-Wassernetz macht natürlich Arbeit; um sich um den Erhalt zu kümmern, sind regelmäßige Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen nötig. Außerdem müssen aktuelle städtebauliche Entwicklungen berücksichtigt werden, wie das Neubaugebiet Birkengewann. „Für das Jahr 2018 haben wir Investitionen von rund 1,4 Millionen Euro für Instandhaltung, Wartung und Erneuerung des Wassernetzes geplant“, erläutert Reineke. Insgesamt investiere die Stadt-Tochter dieses Jahr 3,2 Millionen in Erhalt der Strom-, Gas- und Wasserversorgungsinfrastruktur. Ihr Firmenjubiläum wollen die Stadtwerke am Samstag, 11. August, mit den Bürgern feiern mit einem großen Sommerfest im Waldschwimmbad. „Jede Menge bunte Attraktionen, gute Musik, leckeres Essen und den ganzen Tag freier Eintritt, das erwartet unsere Gäste beim Event in unserem schönen Schwimmbad“, kündigt der Geschäftsführer an.

Los geht es an diesem Tag um 8 Uhr, den ganzen Tag kommen Besucher kostenlos ins Hallen- und Freibad sowie in die Sauna. Mit Bürgermeister Herbert Hunkel eröffnet Kirk Reineke das Fest um 9 Uhr im Foyer offiziell; anschließend gibt es einen geführten Rundgang durch die Ausstellungsreihe „Wasserwerke“, die verschiedene Mitglieder des Forums zur Förderung von Kunst und Kultur (FFK) im Bad aufbauen.

Wie sicher ist unsere Stromversorgung? Fragen & Antworten

„Besonders an unsere jüngsten Gäste ist gedacht“, betont der Chef. „Neben der Dinobahn, die draußen vor dem Bad durch den Sportpark fährt, fährt das Spielmobil mit Kistenrutschbahn und vielen Spielmöglichkeiten auf.“ Zudem können Kids kostenlos das Seepferdchen machen und es gibt Angebote wie Schnuppertauchen, eine Wasserhüpfburg, einen Sprungturm- und einen Limbowettbewerb. Weil Feiern hungrig macht, versorgt das Gastro-Team die Besucher mit Speisen zum Sonderpreis: Pommes, Bockwurst, Rindswurst und Chicken-Nuggets gibt’s zum Festpreis von 120 Cent.

„Damit sich Besucher, die bisher noch nicht in unserer modernen Sauna waren, von dem tollen Ambiente und den Künsten unseres Saunameisters Udo Mohr einen Eindruck verschaffen können, bieten wir auch dort kostenlos Schnupper-Saunieren an“, ergänzt Reineke. Bis zu 50 Personen können sich á zwei Stunden in drei Durchgängen in der Sauna entspannen. Los geht’s um 10.30, 13.15 und 16 Uhr. Die Anmeldung erfolgt am selben Tag vor Ort am Counter. Unterstützt werden die Stadtwerke an diesem Tag von DLRG, Schwimmclub Neu-Isenburg, Tauchclub TSV Neptuns-Freunde, dem THW und vom Förderverein Dino-Kindereisenbahn. Außerdem gibt es rund ums Jubiläum weitere kleine Events: Zum Beispiel werden am 6. September zum Hessischen Tag der Nachhaltigkeit im Wasserwerk von 15 bis 19 Uhr geführte Rundgänge und mehr angeboten. (hov)

Das gesamte Programm zum Fest gibt’s auf www.swni.de

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