Der Country-Musik verschrieben

Sängerin DanaMaria holt Austin, Texas, nach Neu-Isenburg

Für das Cover ihres Albumdebüts hat sich DanaMaria stilecht in Szene gesetzt – mit Westernklampfe, Wüstensand und Kakteen. Und das passt genau zu ihren Vorlieben für Texas und die Countrymusik.
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Für das Cover ihres Albumdebüts hat sich DanaMaria stilecht in Szene gesetzt – mit Westernklampfe, Wüstensand und Kakteen. Und das passt genau zu ihren Vorlieben für Texas und die Countrymusik.

DanaMaria ist eine junge und aufstrebende Country-Sängerin aus Neu-Isenburg. Nach ihrem Album-Debüt hofft sie, nun bald wieder vor Publikum auftreten zu können.

Neu-Isenburg – Wie wichtig und prägend die Plattensammlung der Eltern für die Kinder sein kann, dafür ist Dana Rühlemann einmal mehr ein gutes Beispiel. „Meine Eltern sind sehr große Musikfans und vor allem mein Vater ist totaler Country- und Blues-Fan“, erinnert sich die 27-Jährige. „Bei uns zuhause lief schon immer viel Musik und vor allem eben Country Music.

Willie Nelson oder Stevie Ray Vaughan zum Beispiel – deren Schallplatten habe ich aus dem Schrank gezogen und sie mir ständig angehört.“

Mehr noch wurden ihre Schwester und sie dazu ermuntert, auch selbst Musik zu machen. „Mit fünf Jahren habe ich dann angefangen, Gitarrenunterricht zu bekommen. Seitdem habe ich nicht mehr aufgehört zu spielen.“

In Neu-Isenburg fühlt sie sich verwurzelt. „Ich hatte eine schöne Kindheit und Jugend. Meine Familie lebt schon lange hier und unser Familienbetrieb ist mittlerweile nur einen Ort weiter gezogen“, erzählt die Sängerin, die nach einem Studium in Gießen wieder dahin zurückkehrte, wo sie die Unterstützung ihrer Familie erfährt. Ohne sie wäre so vieles gar nicht möglich, weiß sie. Zur Schule ging sie in Sachsenhausen, was nicht minder wichtig war für ihre künstlerische Sozialisation. „Ich war seit der fünften Klasse bis zum Abitur 2012 auf der Schillerschule. Ich habe die Dinge, die ich in der Schule erlebt habe, und die Turbulenzen des Erwachsenwerdens in Texten verarbeitet und die Musik wurde zu einem echten Ventil für mich“, verrät die junge Frau. „Irgendwann habe ich dann angefangen, diese Songs sogar anderen Menschen außerhalb meiner Familie vorzuspielen und im Jahr 2008 gewann ich einen Talentwettbewerb in der Schule. Das war das erste Mal, dass ich mit eigenen Liedern so richtig auf der Bühne stand und damit ging eigentlich das Auftreten los.“ DanaMaria war geboren. Ihre beiden Vornamen wurden zu ihrem griffigen Künstlernamen.

In dieser Zeit entwickelte sich zudem das, was sie „ein etwas verklärtes Verhältnis zum Flughafen“ bezeichnet. „Irgendwie mochte ich das Gefühl, vor dem Tor zur Welt zu sitzen und überall hinfliegen zu können. Ich habe mir immer gerne die Flugzeuge angeschaut und mir überlegt, wo ich gerne hinfliegen möchte.“ Da passt es ins Bild, dass ein Onkel ihres Vaters in den 60er-Jahren nach Texas auswanderte. Auch ihr Vater hat da eine Weile gewohnt und Austin als Stadt geliebt. „Wir haben oft in den Ferien einige Wochen in Texas verbracht und je älter ich wurde, umso mehr wuchs mir die Stadt genauso ans Herz. Und wenn man selbst Musik macht, ist Austin ein Eldorado“, schwärmt DanaMaria. Als sie – endlich alt genug – alle Bars und Clubs besuchen durfte, hat sie nächtelang dort die verschiedensten Bands gesehen. „Außerdem hat die Stadt einen ganz besonderen Spirit: Irgendwie ist fast jeder in irgendeiner Form kreativ. Es ist eine bunte, wilde Mischung – frei, unkompliziert und kreativ.“

Dabei übten die weiblichen Countrystars wie Emmylou Harris die größte Faszination auf DanaMaria aus. „Als ich dann Sheryl Crow entdeckte, war es endgültig um mich geschehen“, bekennt sie sich vor allem zu den modernen Crossover-Künstlerinnen.

Und das, obwohl sie gerade traditionelle Country-Farben wie der Klang des Banjos oder der Pedal Steel Guitar glücklich machen.

In den 13 Stücken ihres Albumdebüts „Desert Diamond“ (RecordJet) ist ihre ganz persönliche Country-Interpretation mal folkig, mal bluesig, rockig oder gar poppig angelegt und wird von ihrer Band entsprechend umgesetzt. „The Girl With The Guitar“ heißt einer ihrer Songs. So hat sie sich auf ihrem Plattencover inszeniert – mit Westernklampfe, Wüstensand und Kakteen.

Nur zu gerne würde DanaMaria jetzt ihre Musik vor Publikum spielen. „Wir konnten ein paar Livestreams, so aus dem Club Das Bett in Frankfurt und dem Club 8 in Neu-Isenburg gerade erst am Montag sowie ein kleines Open-Air-Konzert vergangenen Sommer spielen. Aber gerade für junge KünstlerInnen wie mich wäre es sehr wichtig, touren zu können, um die Musik weiter zu verbreiten, ganz zu schweigen von den Einnahmen, die so verloren gehen. Ich hoffe sehr, dass wir dieses Jahr einen Lichtblick in dieser Hinsicht erleben können.“ (Von Detlef Kinsler)

Infos im Internet

danamaraiamusic.de

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