Bansamühle steht am 22.2.22 nicht zur Verfügung

Keine Schnapszahl-Trauung in Neu-Isenburg

So romantisch können Paare im Winter in der Bansamühle heiraten: Auch Auswärtige lassen sich dort gerne trauen, natürlich das ganze Jahr über. Nur mit der Schnapszahl-Hochzeit wird es im Februar nichts in Isenburg.
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So romantisch können Paare im Winter in der Bansamühle heiraten: Auch Auswärtige lassen sich dort gerne trauen, natürlich das ganze Jahr über. Nur mit der Schnapszahl-Hochzeit wird es im Februar nichts in Isenburg.

Es gibt Menschen, die sich im Standesamt trauen lassen, wenn das Jahr ein ganz besonderes Datum mit einer außergewöhnlichen Zahlenkombination für den Hochzeitstag ermöglicht. Der 12.12.2012, der 11.11.2011 oder der 8.8.2008 waren solche Tage. Als dreimal die Zahl Acht auf der Urkunde des Standesamtes zu lesen war, gab es in Neu-Isenburg eine rekordverdächtige Zahl an Trauungen.

Neu-Isenburg - Rund ein Dutzend Mal hätten sich Paare in der Bansamühle, im Rathaus und im Hotel Kempinski damals das Ja-Wort gegeben, erinnert sich Daniela Neuhaus, Leiterin des Standesamtes im Rathaus.

Am 22.2.22 und somit in rund sechs Wochen ist wieder so ein Tag mit einem Datum, das sich sogar bei vergesslichen Ehemännern im Gedächtnis einbrennt. Doch der letzte Dienstag im kurzen Monat Februar fällt als Hochzeitstag in Neu-Isenburg ins Wasser. Auf die Frage, ob Paare am 22.2.22 Ja zueinander sagen können, antwortet das Standesamt mit Nein. Wegen der Pandemie seien Trauungen ausschließlich in der Bansamühle möglich und diese sei von Montag bis Donnerstag anderweitig belegt, teilt der Magistrat auf Anfrage mit.

Schnapszahl ja, Hochzeit nein. Offensichtlich wissen viele, dass das Heiraten in der schmucken Bansamühle nur an Freitagen und Samstagen möglich ist, denn die Stadt habe für den 22.2.22 bisher noch keine Anfrage erhalten, heißt es aus dem Rathaus.

Die Ehe ist kein Auslaufmodell des Zusammenlebens von zwei Menschen, die sich lieben, doch seit dem Beginn der Pandemie im März 2020 haben sich weniger Menschen getraut, sich trauen zu lassen. Vielleicht auch, weil das Virus wie ein Damoklesschwert die guten Gefühle des Glücks und einer fröhlichen Party zerschneidet. 178 Ehen wurden 2019 im Standesamt beurkundet. Im ersten Corona-Jahr ging die Zahl der Hochzeiten nach Auskunft von Daniela Neuhaus auf 117 zurück, vergangenes Jahr haben 121 Paare den Bund fürs Leben geschlossen.  air

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