Stadtquartier Süd

Stadtquartier Süd: Für Kino und Kleinmarkthalle

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Neu-Isenburg - Die Entwurfswerkstatt zum Stadtquartier Süd rückt näher – und erwartungsgemäß beschäftigt damit die Frage, wie ein großes Filetstück im Herzen der Stadt sich entwickeln könnte, dieser Tage schon im Vorfeld der Veranstaltung wieder die Politik.

Sechs Planungsbüros entwickeln seit Wochen Ideen für das künftige Stadtquartier Süd, suchen für das zum größten Teil brachliegende Areal zwischen Frankfurter Straße, Carl-Ulrich-Straße und Hugenottenallee nach Möglichkeiten einer attraktiven Mischung von Wohnen und Arbeiten. Am Wochenende (Freitag und Samstag, 8. und 9. März) stellt die Stadt nun die Ausarbeitungen bei einer Entwurfswerkstatt zur Diskussion. Dann sollen die Isenburger über das Projekt diskutieren und eigene Ideen einbringen können. Gleichzeitig läuft der Webdialog (www.stadtquartier-sued.de) weiter.

Im Vorfeld der Entwurfswerkstatt hat eine Arbeitsgruppe der CDU, geleitet vom Bauausschussvorsitzenden Jürgen Zepp, nun ein Positionspapier entwickelt, das die Ziele der Christdemokraten bezüglich der Entwicklung des Quartiers darlegt. Denn die CDU messe der Entwicklung des Quartiers „herausragende Bedeutung für die Zukunft der Stadt“ bei.

„Neben der Ansiedlung von Gewerbe sehen wir gerade auch die Schaffung von neuem Wohnraum als eine der großen Chancen für die Entwicklung“, so die CDU-Fraktionsvorsitzende Christine Wagner. Ziel müsse es daher sein, die Schul- und Betreuungsangebote – auch unter Berücksichtigung privater Träger – weiter auszubauen.

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Vor allem auf qualifizierte Bildungsangebote müsse geachtet werden; und mit der Ansprache privater Träger solle die Vielfalt in Neu-Isenburg noch weiter ausgebaut werden. Weiterhin streben die Christdemokraten an, „ein generationenübergreifendes Angebot für kulturelle und sonstige Veranstaltungen aufzubauen“. Eine Infrastruktur mit entsprechenden Räumlichkeiten könne – auch als zentrale Bildungseinrichtung – für Begegnungen und Veranstaltungen von Vereinen, Kirchen und sonstigen sozialen Einrichtungen genutzt werden. „Es besteht Bedarf für einen Raum für Kultur- und Musikveranstaltungen mit bis zu 200 Personen“, meint der CDU-Vorsitzende Thorsten Klees. Auch könnten Sprach- und Integrationskurse in diesen Räumen angeboten werden. Hierfür sei eine Zusammenarbeit beispielsweise mit der Stadtbibliothek und der Volkshochschule anzustreben.

„Auch ein Kino ist nach wie vor ein großer Wunsch“, so Klees, „allerdings müsste hierfür ein privater Investor gefunden werden“. Die CDU spricht sich außerdem für die Einrichtung einer Kleinmarkthalle – vorzugsweise unter Einbeziehung des historischen Gebäudes der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein – aus.

Ein finanziell sehr wichtiges Ziel ist für die CDU, in der Realisierungsphase Vereinbarungen mit den Investoren und Unternehmen anzustreben, die deren finanzielle Beteiligung an der sozialen, kulturellen und technischen Infrastruktur sichern. „Diesbezüglich ist besonders auf finanzielle Beteiligungen zur Schaffung von Betriebskindergärten beziehungsweise an neu zu schaffenden Betreuungseinrichtungen im Quartier Süd hinzuwirken“, erklärt Jürgen Zepp.

Kulturdezernent Theo Wershoven (CDU) hatte jüngst gar gesagt, er könne sich vorstellen, eine neue Schule auf dem Areal zu bauen – ohne sich bisher genauer auf eine Form festzulegen.

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