Kleider stapeln sich vor Containern

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Kein schönes Bild gibt der Kleidercontainer in der Kurt-Schumacher-Straße ab. Er soll aber bald entfernt werden.

Neu-Isenburg (lfp/kd) - Es ist ein unschönes Bild. Vor den Kleidercontainern werden Klamotten willkürlich abgelegt und dann von Wind und Wetter zerstreut.

Bis zur Abholung durch den entsprechenden Vertragspartner kann es dauern, umso mehr werden die Kleider in der Landschaft verstreut. Oft genug hat sich, nach Beschwerden der Anwohner, der städtische Dienstleistungsbetrieb der Sache angenommen und aufgeräumt. Kürzlich trat eine Verordnung in Kraft, die das Aufstellen von Sammelcontainern auf öffentlichen Flächen neu regelt. Hintergrund war die Bewerbung mehrerer gewerblicher Sammler, die eine entsprechende Sondernutzungserlaubnis beantragt hatten. Eine Überfrachtung des Stadtbildes mit Containern soll vermieden werden, deshalb sind diese im öffentlichen Raum künftig nicht mehr zugelassen.

Ohne diese Regelung wäre entweder eine erhebliche Ausweitung der bisherigen Stellflächen nötig gewesen, um allen Anfragen gerecht zu werden, oder die karitativen Einrichtungen hätten ihre Container reduzieren müssen – mit Folgen für deren Arbeit. Denn bei der Erteilung einer Erlaubnis dürfen sziale Aspekte keine Rolle spielen. Seit Februar gibt es zwischen der Stadt, den Kolpingfamilien, dem Deutschen Roten Kreuz und dem Malteser Hilfsdienst eine Vereinbarung über die Aufstellung von Kleider-Sammelcontainer. Jede der beteiligten Institutionen bekam zehn Standorte zugewiesen – und ist auch für die Leerung verantwortlich.

Wüstes Bild vor einigen Containern

„Der Dienstleistungsbetrieb hat uns einen Vorschlag unterbreitet, diesem haben alle einvernehmlich zugestimmt“, erklärt Wolfgang Schulte-Sasse, Vorsitzender der Kolpingfamilie Zum Heiligen Kreuz. Die Container befinden sich ausschließlich auf städtischen und kirchlichen Grundstücken. Immer noch stehen jedoch ein paar Kleidercontainer dort, wo sie nicht mehr stehen sollten, und oft sieht es davor ziemlich wüst aus. Ein besonders unschönes Beispiel ist die Situation um den Sammelbehälter in der Erich-Ollenhauer- und Kurt-Schumacher-Straße.

Dort hat sich Klaus Winterer der Sache angenommen und über den Hausmeister der Bayerischen Hausbau Immobilien Management GmbH die zuständige Objektmanagerin kontaktiert. Man habe ihm bestätigt, der zuständige Betreuer der Container, die Firma Bicker in Marburg, sei angemahnt, dass diese bis zum 29. April zu entfernen seien. Auch die Stadt hat Interesse daran, dass die Schandflecken verschwinden. Sie will ebenfalls Kontakt mit dem Eigentümer der Behälter aufnehmen und grundsätzlich die Situation bezüglich des Aufstellens von Kleidercontainern im öffentlichen Raum klären. „Wenn der DLB dort aufräumen muss, wird das den Betreibern in Rechnung gestellt“, sagt Bürgermeister Herbert Hunkel.

Die Kolpingfamilie ist zufrieden mit der neuen Regelung. Nicht ganz glücklich ist Wolfgang Schulte-Sasse jedoch darüber, dass seitens der Stadt zwar verkündet wurde, dass es neue Stellplätze für die Kleidercontainer gibt, diese aber der Öffentlichkeit nicht ausreichend bekannt gemacht wurden.

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