So klingt es

Fünftklässler der Friedrich-Fröbel-Schule machen Radio

+
Eine Massage macht Kinderohren offen fürs Radiohören.

Neu-Isenburg - Zuhören will gelernt sein – mehr aber noch, eine Radiosendung zu machen, die zum Zuhören einlädt. Mädchen und Jungen der Klasse 5a der Friedrich-Fröbel-Schule haben am Medienkompetenzprojekt „Earsinnig hören!“ teilgenommen und dabei spannende Einblicke in das Medium Hörfunk erhalten.

Sie haben den Klang der eigenen Schule erkundet, waren als Reporter unterwegs, haben Mitschüler gefragt, wovor sie am meisten Angst haben, haben auch Werbung für die Flieg-dich-schlau-Tabletten aufgenommen. Kurz: Die Fünftklässler haben sich mit offenen Ohren mit der eigenen Umwelt auseinandergesetzt. Denn die 5a der Fröbel-Schule ist eine von zwölf hessischen Schulklassen, die im Schuljahr 2017/2018 ausgewählt wurde für das Projekt „Earsinnig hören!“. Das Medienprojekt wird von der „Stiftung zuhören“ und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen getragen.

So aufgewärmt, unternahmen die Fröbel-Schüler mit ihren vielen Zuhörern gestern eine spannende, selbst vorbereitete Reise in die Radio-Welt.

Als das Schulamt die Bewerbungsunterlagen schickte, habe ihr das Projekt gleich gut gefallen, erzählt Klassenlehrerin Jona Lachmann. Mit großem Engagement erstellten die Schüler für die Bewerbung einen Radiospot, fügten ihr Konzept bei – und als die Nachricht eintraf, dass sie als eine von einem Dutzend Klassen in ganz Hessen ausgewählt wurden, war die Freude groß. „Was machen wir?“, war dann die große Frage. Zusammen mit Juliane Spatz vom Medienkompetenzprojekt stellten sie ein Konzept auf die Beine, wie man Alltägliches hörbar machen kann. Interviews zu führen, das ist eine bekannte Möglichkeit. Aber einen Tagesablauf an der FFS für „Earsinnig-Hörer“ als Radio-Show darzustellen, das war eine besondere Herausforderung. Genau diese Aufgabe gingen die Schüler um Jona Lachmann und Musiklehrerin Elli Banner an.

Die Schüler recherchierten für ihr eigenes Hörstück. Die Medien-Coaches zeigten den Kids aber auch, mit welcher Technik man Geräusche macht, wie sich ein Reporter verhält und wie man das „Eingefangene“ dann für die Hörer spannend aufbereitet.

So wirkt Musik auf unseren Körper

Wer die Radioshow verpasst hat, findet die Beiträge auf www.earsinnig-hoeren.de

„Da war echt was los an unserer Schule, vor den Reportern war keiner sicher“, beschreibt Schulleiterin Jutta Kruske rückblickend den Projekttag. Die jungen Reporter fragten Kinder und Erwachsene, wovor sie am meisten Angst haben. Die Antworten fielen vielfältig aus. Die meisten hatten vor Spinnen und Mäusen Angst, andere, dass ihnen oder ihren Familienmitgliedern etwas passieren könnte. Aber auch die Höhenangst im Kletterparcours kam zutage oder die Sorge, dass die Eintracht ein Fußballspiel verlieren könnte.

Spaß hatten die Fünftklässler dabei, Geräusche zu sammeln, um die Radio-Show spannend zu machen. Und am Ende gab sogar Schulhund Socke noch sein „Wuff, wuff“ dazu. Doch zu einer Radio-Show gehören auch der Wetterbericht, Verkehrsmeldungen und Werbung. Wie man die Botschaften den Zuhörern vermittelt, auch dazu gab Spatz den Schülern Tipps. Gestern war es dann so weit: die große Live-Präsentation. Ganz lebhaft führten die Schüler vor vielen Gästen vor, was sie erarbeitet haben – und wurden mit viel Applaus belohnt. (lfp)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare