Osterferien – Zeit zum Spielen

Kommunikatives Klötzchenstapeln

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Beim Zeichenspiel „Identik“ ist Kreativität gefragt. José, Tina und die anderen Kinder zeigen ihre Kunstwerke, die dabei entstanden sind – und Spielleiterin Katja Harjes ist zufrieden.

Neu-Isenburg - Ob Tick-Tack-Bumm, Make´n´Break Junior oder Klassiker wie Hase & Igel: Wer die Osterferien nutzen möchte, um mit dem Nachwuchs ein gutes altes Brettspiel zu spielen, hat die Qual der Wahl – und manches Spiel umgibt aus Sicht der Kids eine Aura der Langeweile.

Neu-Isenburg - Ob Tick-Tack-Bumm, Make´n´Break Junior oder Klassiker wie Hase & Igel: Wer die Osterferien nutzen möchte, um mit dem Nachwuchs ein gutes altes Brettspiel zu spielen, hat die Qual der Wahl – und manches Spiel umgibt aus Sicht der Kids eine Aura der Langeweile. Spannende Alternativen lernten Jungen und Mädchen gestern beim Spiele-Tag in der Stadtbibliothek kennen. Die Kinder am Tisch von Laura Hofmann haben „auf Kommando“ Holzklötze gestapelt und bestimmte Konstruktionen gebaut, die restlichen Steine bleiben auf dem Tisch liegen. „Und jetzt dieses“, gibt die Auszubildende in der Stadtbibliothek die nächste Konstruktion vor und zeigt das entsprechende Bildchen aus dem Kartenstapel. Wer von den Kindern am schnellsten sich das passende Holzklötzchen gesichert hat, der ist Gewinner dieser Runde. So geht es beim Spiel „Make´n´Break Junior“ immer weiter, Karte um Karte, Klötzchen um Klötzchen.

Am Tisch nebenan ist beim Spiel „Identik“ Kreativität gefragt: Acelya wird gerade zur „Masterin“ erklärt. Sie darf ein Bild beschreiben, das ihr vorgelegt wird – und die „Künstler“, wie die Mitspieler hier heißen, zeichnen die Anweisungen auf ihrem Block. Was da für unterschiedliche, manchmal ganz eigenartige Bilder entstehen, finden alle spannend und spaßig. Sind alle fertig, werden Details geprüft. „Die Hand muss fünf Finger haben“, nennt Acelya einen wichtigen Punkt. „Im Gras müssen mindestens drei Blumen sein und auf dem Eis in der Hand des Kindes drei Kringel“, fordert die Masterin weiter. Schließlich soll die Sonne am Himmel größer sein als der Kopf des Kindes. „Oh je, da muss ich schnell noch was korrigieren“, versucht Jose´ den „Eierkopf“ etwas kleiner und vor allem menschenähnlicher zu machen. „Na, das ist zwar nicht mehr erlaubt, aber wir wollen nicht so streng sein“, meint Spielleiterin Katja Harjes, die Leiterin der Kinderbibliothek, augenzwinkernd. Wer alle Details perfekt hat, bekommt Extrapunkte.

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Auf dem Programm des Spiele-Tags stehen neue und alte Gesellschaftsspiele, alle werden von Mitarbeiterinnen der Bibliothek vorgestellt. Bei „Tick-Tack-Bumm“ geht’s darum, die vom Mitspieler erhaltene „tickende Zeitbombe“ möglichst schnell wieder loszuwerden. Neu aufgelegt wurde der Klassiker „Hase und Igel“, ein strategisches Familienspiel, das 1974 schon einmal „Spiel des Jahres“ war.

Früher waren Gesellschaftsspiele in Familien und Freundeskreisen eine Selbstverständlichkeit – sorgten für Spaß und erweiterten ganz nebenbei den Wissenskreis oder trainierten das Gedächtnis. „Heute lebt jeder recht individuell und kommuniziert – zudem in immer rudimentäreren Sprachformeln – über moderne Technik, ohne jedoch den Kontaktpartner zu sehen oder gar direkt zu sprechen“, verweist Harjes auf einen Trend der Zeit. Mit dem Spieleangebot will Bibliothek diese schöne Tradition der Gesellschaftsspiele auch wieder in die Familien bringen.

lfp

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