Kräftig ausgeschenkt

Ein Highlight der Show war die Weihnachtsbäckerei mit Karl-Heinz Müller und den beiden Engeln (links am Flügel Thorsten Wszolek).

Neu-Isenburg J Heiter und ausgelassen – so präsentierte sich einmal mehr der vorweihnachtliche Spaß des Mund Art Theaters (M. A. T. ) und seines. Leiters Thorsten Wszolek. Von Leo F. Postl

Bei der Neuauflage von „En Bembel voll Christmas“, die zweimal für eine volle Hugenottenhalle sorgte, wurde aus diesem kräftig ein- und ausgeschenkt. Wer „den Thorsten“ kennt, der weiß: Ihm fällt immer etwas ein. Wer nicht kommt, der verpasst etwas – so war es auch diesmal.

„Ich kenn´ den Typ schon lange, der ist einfach klasse, man muss ihn einfach mögen“, sagt die Sachsenhäuserin Elisabeth Braun, die immer wieder zum Mund Art Theater kommt. Bis nach Egelsbach reichen die Wogen der Begeisterung. „Das ist eine perfekte Mischung aus allerlei Unterhaltung, einfach zum Zurücklehnen und Genießen“, so Wolfgang Weyand.

Serviert wurden unter anderem natürlich stilecht neben dem Stöffchen Wasserweck und Rindswurst. Selbstverständlich ließen es sich die Macher der Traditionsprodukte nicht nehmen, dabei zu sein. Doch damit nicht genug. Zum Wasserweck hat Wszolek ein passendes Lied auf Lager, das von der Familienbäckerei Eifler auf CD gepresst wurde und bei ihr käuflich zu erwerben ist.

Aus dem großen Bembel wurde nicht nur Heiteres ausgeschenkt, das Traditionsgetränk trug selbst zur guten Stimmung bei. „Zwischedorsch immer mal en Calvados, dann lässt sich alles besser genießen“, empfahl Wszolek. Damit er und sein Team nicht alleine als „singende Seiltänzer“ auf der Bühne agieren mussten, hatte er ein Liederheftchen vorbereitet. „Die meisten können maximal nur die erste Strophe, aber wir wollen doch alle sieben von ‘Leise rieselt der Schnee’ singen“, scherzte er.

Los ging der heiter-fröhliche Bühnenreigen mit dem Mainhatten Pops Orchester, das von Professor Sandor Karoly zwar „geleitet“ wird, aber auf Wszolek hört, schließlich arrangiert er die Kompositionen. Die bewährten Gesangssolisten Stefanie Wszolek, Barbara Korneck und Horst Becker brachten sich wieder einmal sowohl als Trio als auch in Solo-Rollen bestens ein. Der singende Nachwuchs mit Alina und Leah als himmlische Engelsbotschafterinnen oder zusammen mit „Bäckermeister“ Karl-Heinz Müller begeisterte ebenfalls – auch wenn aus der Weihnachtsbäckerei nur schwarze Zimtsterne kamen.

Ein weiteres Highlight war der Auftritt der Jacob-Sisters, hinter denen sich Stefanie Wszolek, Barbara Korneck und Horst Becker verbargen. Aber auch M.A.T-Mitbegründer Thorsten Klees durfte nicht fehlen. Mit dem umgetexteten Weihnachtslied „Heiland Sakrament schlaft´s ei“ präsentierte sich Klees als singender Knabe aus dem tiefen Bayerischen.

Auch mit seinen Wortbeiträgen begeisterte Wszolek die Gäste. So erinnerte er sich noch gut daran, als er mit seinem Opa im Musikhaus Göckes war, um ein Instrument als Weihnachtsgeschenk auszusuchen. Als sie sich für die rote Trompete und das weiße Klavier entschieden hatten, war der verdutzte Inhaber gar nicht begeistert: „Der Feuerlöscher und der Heizkörper? Die bleiben da!“ Ja, so ist er der Wszolek, der im kommende Jahr 40 wird - das erste Mal in seinem Leben.

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