Kreativität als roter Faden

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„Dancing Yellow“ (tanzendes Gelb) heißt dieses Acrylbild von Silke Koppe.

Neu-Isenburg - Es ist eine sehr heterogene Ausstellung, die derzeit im Stadtmuseum Haus zum Löwen zu sehen ist. 14 Künstler des Forums zur Förderung von Kunst und Kultur (FFK) zeigen ihre Werke. Trotzdem gibt es einen roten Faden. Von Katrin Stassig

Die Gemeinsamkeit steckt im Wunsch, kreativ zu sein. So beschreibt es Esther Erfert, eine der Künstlerinnen des FFK. Sie hat die Schau gestaltet und zur Eröffnung die Künstler dem Publikum vorgestellt. Die Zuschauer sind zur Vernissage sehr zahlreich erschienen und drängen sich in dem vergleichsweise kleinen Raum im ersten Stock des Stadtmuseums, um die Bilder, Skulpturen, Keramiken und Schmuckstücke zu betrachten.

14 Künstler, das ist im vergleich zu früheren Ausstellungen eine relativ hohe Zahl, wie Wolfgang Lamprecht, stellvertretender Vorsitzender des Forums, feststellt. Die elf Frauen und drei Männer benutzen eine große Bandbreite an Materialien und Techniken.

„Die modernste Technik ist die digital bearbeitete Zeichnung“

„Die modernste Technik ist die digital bearbeitete Zeichnung“, verweist Erfert auf die Bilder „Seepferd“ und „Baum“ von Kerstin Diacont. 34 mal 26 Zentimeter groß sind diese kleinen Kunstwerke, die in schwarz-weiß mit wenigen Farbelementen gestaltet sind.

„Jeder Künstler hat seine eigene Herangehensweise“, erklärt Esther Erfert. Jeder suche sich sein Motiv und sein Material aus und stelle sich die Frage, welche Wirkung er mit dem Bild erzielen wolle. Es sei eine Herausforderung gewesen, eine Ausstellung mit so vielen unterschiedlichen Künstlern zu konzipieren. Für den Betrachter bedeutet dies, dass eigentlich jeder etwas findet, das seinem Geschmack entspricht.

Ganz gezielt für den alltäglichen Gebrauch gedacht sind die zehn Keramikschalen von Wiltrud Mohilo. Sie stehen, wie alle anderen Kunstwerke auch, zum Verkauf. Für 20 Euro gibt es eines der handsignierten Unikate, die für Saucen, Oliven oder Chips verwendet werden können.

Ohrringe, Ketten und Armbänder liegen in Esther Erferts Schmuckvitrine aus. Süßwasserperlen, Perlmutt, Muscheln, Bergkristalle und Silber gehören zu den Materialien, die sie verarbeitet hat.

Palette von Acryl bis Aquarell

Bei den Gemälden reicht die Palette von Acryl bis Aquarell. Das „Dorf“ von Rosemarie Weiß (Acryl auf Leinwand) erinnert an den Kubismus eines Paul Klee oder Georges Braque. Angela Böhmlaender hat sich mit „Pilzvariation“ und „Exotische Früchte“ für Stillleben in Aquarell entschieden.

Mit Acryl auf eine Tischlerplatte hat Veronika Scherer ihr großformatiges Bild „Hope“ (Hoffnung) gemalt. Es entsteht der Eindruck eines farbigen Wolkenhimmels, der von der Sonne angestrahlt wird. Ineinander fließende Formen und Farben dominieren auch das Bild von Regina Häusler, das „ohne Titel“ viel Raum lässt für Interpretationen und Assoziationen des Betrachters.

Ferner sind Werke von Silke Koppe, Florian Piel, Lothar Zwengel, Frank Freytag, Anne Erfert, Heide Göbel und Ellen Szyska zu sehen. Die Ausstellung im Stadtmuseum Haus zum Löwen (Löwengasse 24) dauert bis 15. Januar. Die Öffnungszeiten: freitags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr.

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