„Lokale Partnerschaften“

Lenkungsgruppe begleitet Förderprogramm Stadtumbau

Neu-Isenburg - Der nachhaltige Stadtumbau soll unter Beteiligung der Bevölkerung auf den Weg gebracht werden. Dafür sorgt eine Lenkungsgruppe „Lokale Partnerschaften“. Ziel ist es, die Innenstadt als Herz von Neu-Isenburg zum Ort der Begegnung zu machen.

Wie bereits berichtet, wurde Neu-Isenburg in das Städtebauförderprogramm Stadtumbau in Hessen aufgenommen. Mit dem Konzept „Vom Alten Ort bis zur Neuen Welt“ soll eine planerische Verbindung bis in das Stadtquartier Süd geschaffen werden.
Erste Ideen wurden bereits formuliert. Mehr Grün soll für eine verbesserte Aufenthaltsqualität sorgen. Möglich sind auch neue Wegeverbindungen, mehr Sitzgelegenheiten auf kleinen Plätzen, Straßencafés, Spielplätze, Brunnen auf dem Marktplatz, eine neue Beleuchtung, Läden, die Verringerung des Durchgangsverkehrs sowie die Beseitigung der Unfallgefahren durch den ungleichen Pflasterbelag im Alten Ort. Weitere Vorschläge sind gefragt – per E-Mail unter BuergerIdee@Stadt-Neu-Isenburg.de.

In den nächsten beiden Jahren stehen Haushaltsmittel zur Verfügung, um das integrierte Stadtentwicklungskonzept für das Fördergebiet zu erstellen sowie das erste Jahr des Umbau-Managements, die Betreuung der jeweiligen Ausschreibungen, die begleitende Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung zu finanzieren. Das Land hat fürs erste Jahr 618.000 Euro bewilligt (Förderquote von 52,88 Prozent). Insgesamt beträgt das mögliche Investitionsvolumen an die 20 Millionen über zehn Jahr, plus fünf Jahre Nachlaufzeit.

Im ersten Schritt möchte die Stadt eine Steuerungs- und Arbeitsstruktur schaffen und eine Lenkungsgruppe „Lokale Partnerschaften“ einberufen. Diese soll sich zusammensetzen aus Vertretern von Vereinen, Initiativen, Kirchengemeinden, Jugendforum, Fraktionen und Magistrat. Letzterer wird vertreten durch Bürgermeister Herbert Hunkel, den Ersten Stadtrat Stefan Schmitt und die Dezernten Dirk Wölfing und Theo Wershoven. Auch Arbeitsgruppen sind geplant – beispielsweise zu den Themen innerörtlicher Einzelhandel, Stadtgestaltung, Alter Ort, „Neue Welt“ (Stadtquartier Süd), Verkehr und Parkraum sowie Stadtbegrünung.

Bis spätestens zum 31. Oktober ist dem zuständigen Ministerium ein Stadtverordnetenbeschluss über die Zusammensetzung der „Lokalen Partnerschaften“ vorzulegen. Zum gleichen Termin muss auch das ausgearbeitete Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) mit Zielen und einem „Fahrplan“ für die gesamte Programmlaufzeit über zehn Jahre dem Ministerium zur Genehmigung vorgelegt werden. Alle Einzelmaßnahmen des Stadtumbaus müssen daraus ableitbar sein, jedoch noch nicht festgelegt.

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Für die ISEK-Erstellung und für das Stadtumbaumanagement läuft seit Anfang Februar die öffentliche Ausschreibung. Wenn das Ergebnis vorliegt, wird die konstituierende Sitzung der Lenkungsgruppe stattfinden. Die Entscheidung über die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen treffen der Magistrat und die Stadtverordneten unter Einbeziehung der Ausschüsse. (hok)

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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