Großer Andrang

Literatur zum Minipreis auf dem Bücherbasar

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An einem Infostand stellte diesmal erstmals auch das Team vom Neu-Isenburger Repair Café seine Arbeit vor – im Bild sind (vorne rechts) Heinrich Paul, Gründer Nick Timm, Rainer Schuster (links) und Franz Drews vom ADFC sowie hinten Harald Preiß und Dieter Schebesta.

Neu-Isenburg - „Der Sommerbasar des Freundeskreises der Stadtbibliothek konnte mit viel Spaß und pekuniärem Erfolg abgeschlossen werden“, fasst Bibliothekschefin Jutta Duchmann nach dem Abbau der Tische zufrieden zusammen.

Rund 1800 Euro kamen im Lauf des Vormittags bei strahlendem Sonnenschein und entspannter Atmosphäre durch den Verkauf von knapp 3000 Büchern, DVDs, CDs und Zeitschriften zusammen. Mit dem Geld werden auch neue Angebote finanziert.
Und noch einmal greift Gerhard Sturm buchstäblich in die Vollen, aus dem Bücherregal nebenan hat er auch schon „Beute“ machen können. „Es gibt Themen, die verlieren nie an Aktualität, hier kann ich mich recht günstig eindecken“, erklärt der fleißige Leser mit großem Interesse an den Themen Geschichte und Fantasy. Katharina Mieskes vom Freundeskreis der Stadtbibliothek freut sich ebenfalls über den guten Kunden – und reicht ihm einen Stapel mit bereits zuvor deponierten Büchern. Buchstäblich bis an die Grenzen seiner Tragfähigkeit belastet, tritt der Neu-Isenburger den Heimweg an.

Große Auswahl im Freien vor der Bibliothek: Katharina Mieskes vom Freundeskreis der Stadtbibliothek reicht Gerhard Sturm seine hinterlegten Bücher, daneben Sabine Salzmann und Ina Fielstette (links hinten).

An einem anderen Stand macht sich Elise Töpfer auf die Suche nach Büchern mit ihren Lieblingsthemen. „Mein Kochbuch extra scharf“ trägt sie unterm Arm, weitere Stücke aus diesem Genre folgen. „Ich bin aber auch an Kunst sehr interessiert, dieses Thema kommt jetzt dran“, meint die Isenburgerin mit dem hübschen Hütchen. „Aber das Kochen ist bei ihr auch selbst eine Kunst“, bestätigt ihr Begleiter Andreas Sengpiel, der sich gerade in die ägyptische Hochkultur vertieft hat. Auch diese beiden finden, was sie sich erhofft haben.

Viele Passanten, die eigentlich ein ganz anderes Ziel haben, etwa einen Einkauf im IZ, bleiben spontan an den Tischen vor der Bibliothek stehen und suchen Schnäppchen – insbesondere Reiseführer sind wieder gefragt. Ina Fielstette sucht und findet indes Publikationen zum Thema Ernährung.

Die Helfer des Freundeskreises der Stadtbibliothek und deren Leiterin Jutta Duchmann können wie so oft zufrieden sein; selbst mitten in den Ferien zieht der Bücherbasar. Knapp 3000 Bücher, DVDs, CDs und Zeitschriften nehmen die Besucher an diesem Samstag mit. Damit sie auch das Richtige finden, sind die Helfer schon ab 8 Uhr ans Werk gegangen, um die Stände aufzubauen. Erste Neugierige trudeln schon eine Stunde vor dem offiziellen Beginn ein, um den Blick über die gedruckten Schätze gleiten zu lassen.

Ab 10 Uhr geht es dann zur Sache. Selbst ein 24-bändiges Lexikon mit Jugendstil-Ornamenten findet eine glückliche Besitzerin; ebenso Kinderbücher und Spiele, dicke Schmöker, handliche Taschenbücher, Kunst- und Fotobände.

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Margit Rützel-Banz, die Vorsitzende des Freundeskreises, zeigt sich begeistert über das attraktive Angebot und die kauffreudigen Literaturliebhaber. So könne der Freundeskreis seine Kasse auffrischen und die Bibliothek bei ihren medienpädagogischen Projekten unterstützen.

Denn seit Juni gibt es neben der Internet-Sprechstunde für Erwachsene auch eine solche für Kinder, die sogar wöchentlich stattfindet (siehe Kasten). Das will finanziert werden. „Die Stadtbibliothek ist dankbar, dass durch ihren Förderverein immer wieder unbürokratisch besondere Aktionen oder Anschaffungen ermöglicht werden“, betont Duchmann.

Und wer sich zwischen dem Stöbern stärken möchte, bekommt am Stand der S-Bar Bauernhofeis und pikante Snacks wie Quinoa- und Couscous-Salat.

Neu dabei ist das Repair-Café. Nick Timm erklärt Interessierten, wie ihre Initiative funktioniert und was man alles mit defekten Geräten anstellen kann, um sie wieder funktionstüchtig zu machen. „Alles in allem ein Vormittag mit anregenden Gesprächen und lebendigem Austausch“, bilanziert Duchmann. (red)

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