Literaturtagen ein Denkmal gesetzt

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Zu den Machern des Buches über die Literaturtage gehören (von links): Wolfgang Lamprecht, stellvertretender FFK-Vorsitzender, FFK-Vorsitzender und Kulturdezernent Theo Wershoven und Jutta Duchmann, Leiterin der Stadtbibliothek.

Neu-Isenburg - Die alle zwei Jahre stattfindenden „Neu-Isenburger Literaturtage“ sind seit 2003 zu einem Höhepunkt des kulturellen Lebens in Neu-Isenburg geworden. Zu den Themen „Dichtung aus der Schublade“, „Heimat“ und „Menschen in Bewegung“ hatten zahlreiche Autoren Beiträge eingesandt, aus denen die jeweils besten ausgewählt wurden. Von Leo F. Postl

Ein Querschnitt dieses erfolgreichen literarischen Experiments liegt nun in Buchform mit dem Titel „Aus unbekannten Federn“ vor - illustriert von Künstlern des Forums zur Förderung von Kunst und Kultur (FFK), das auch die Literaturtage ins Leben gerufen hat.

Zurück geht die Idee der Literaturtage auf Hans Staiger, seinerzeit Vorstandsmitglied. Er erinnerte Anfang 2003 an einen literarischen Wettbewerbs der Stadt aus dem Jahre 1974. Das FFK griff die Initiative auf, den bisher noch unentdeckten literarischen Fundus der Hugenottenstadt zu heben.

Die Isenburger Literaturtage waren geboren. Laien haben dabei die Gelegenheit, ihre Arbeiten einer kritischen Beurteilung durch eine Jury zu unterwerfen. „Dazu gehört Freude an der Literatur, Lust am Schreiben, Selbstbewusstsein, aber auch Risikobereitschaft“, meint FFK-Vorsitzender und Kulturdezernent Theo Wershoven. Die zehn Besten konnten ihre Beträge dann öffentlich vortragen.

Doch was dann? Sollte diese Präsentation vor einem kleinen Kreis Literaturinteressierter das Ende gewesen sein? Die Antwort gibt nun das fein gemachte 100 Seiten starke Buch mit ausgewählten Texten der bisherigen drei Neu-Isenburger Literaturtage. Aufgelockert werden die Geschichten, Erzählungen und Gedichte durch Abbildungen von Bildern, Skulpturen und Fotografien von Künstlerinnen und Künstlern des FFK. Zu verdanken ist das Buch dem engagierten Verlagshaus „mt druck“ unter der Regie von Andreas Thiele. Dort wurde es auch vorgestellt.

In seinem Grußwort würdigte Bürgermeister Oliver Quilling die als Experiment gedachte Initiative der Literaturtage und das vorliegende Buch. „Wer die ausgewählten Texte liest, ist beeindruckt von der Güte der inhaltlichen Spannungsbreite der Geschichten, Erzählungen und Gedichte“, so Quilling.

Die Literaturtage sind nicht zuletzt ein Beweis für die Vielfalt des städtischen Kulturlebens.

FFK-Vorsitzender Theo Wershoven ging auf die immer größere Resonanz ein. Waren es bereits im ersten Jahr 48 Beiträge, so gingen beim dritten Wettbewerb 63 Texte von 49 Autorinnen und Autoren ein. Das Buch, das die meisten der vorgetragenen Beiträge enthält, soll eine zusätzliche Anerkennung sein. Wershoven bezeichnet es als „kleines literarisches Denkmal“, das den Teilnehmern gesetzt wurde. Die Einbeziehung der künstlerischen Abbildungen ist zudem als Versuch einer besseren Vernetzung der Künstler verschiedener Sparten gedacht.

Zu den Autoren zählt auch Markus Terharn, Kulturredakteur der Offenbach-Post, der mit seinem Gedicht „Feeling Bieberer Berg“ das Phänomen Offenbacher Kickers in Worten festgehalten hat.

Gedacht ist das Buch als Jahresgabe für FFK-Mitglieder.

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