Evangelische Kirchengemeinde verhandelt mit sozialem Träger

Lösung für Kirchengelände in Gravenbruch gefunden

Diese schön gestaltete Kerze ist Bestandteil der Adventsaktion für Hoffnung und Verbundenheit.
+
Diese schön gestaltete Kerze ist Bestandteil der Adventsaktion für Hoffnung und Verbundenheit.

Für ihr geplantes Bauprojekt hat die evangelische Kirche Gravenbruch einen sozialen Träger gefunden.

„Der Rückzug hat sich für uns als segensreich erweisen. Wir konnten noch einmal neu anfangen“, sagt Pfarrerin Barbara Friedrich gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Es habe im vergangenen Jahr einige sehr gute Angebote gegeben, sowohl von Wohnungsbaugesellschaften, als auch von sozialen Trägern. Das zeigt nach Meinung der Pfarrerin, dass das Grundstück am Dreiherrnsteinplatz einiges wert sei.

Trotz der Pandemie kam die Gemeinde mit ihrem Vorhaben gut voran. Letztendlich entschied sich der Kirchenvorstand für einen sozialen Träger, der ein Wohnheim für Senioren und eventuell auch für Behinderte plant. Da die Verhandlungen nicht endgültig abgeschlossen sind, möchte Friedrich den Träger noch nicht nennen.

Die Absage von Bonava an das Projekt im vergangenen Frühjahr hat die Kirchengemeinde erneut nachdenken lassen. Denn einer solchen dürfe es bei Grundstücksverhandlungen nicht nur um die Finanzen gehen. „Wir wollen auch etwas für Gravenbruch machen“, betont die Pfarrerin. Und dieser Wunsch werde durch die Entscheidung für den sozialen Träger erfüllt.

Zudem kann die Gemeinde laut Pfarrerin auch weiterhin an ihren Plänen festhalten, eine kleinere Kirche zu bauen. „Wir vergeben das Grundstück in Erbpacht. Von dem Erlös können wir die Kirche für unsere kleine Gemeinde verwirklichen“, erklärt Friedrich.

Sie hofft, dass der Vertrag bis zu den Sommerferien unterschrieben ist und dann mit der genauen Planung begonnen werden kann. Im kommenden Jahr wäre dann ein Baubeginn denkbar.

Auch wenn die Verhandlungen noch nicht ganz abgeschlossen sind, zeigt sich die Pfarrerin mit der Entscheidung schon jetzt sehr zufrieden.

Die Gemeinde ist über die Jahre zwar kleiner geworden, bleibt aber weiterhin aktiv. Das zeigt nach Meinung der Pfarrerin auch die gelungene Aktion im Dezember. Unter dem Motto „Adventsfenster der Hoffnung und Verbundenheit“ wurde dazu aufgerufen, kreativ zu werden. Die Resonanz war groß. So entstanden beispielsweise Sterne oder Bilder von Engeln. Die fantasievollen Ergebnisse sind auch weiterhin in den Fenstern in dem Kirchenkomplex am Dreiherrnsteinplatz zu sehen. Friedrich: „Da wir wegen des verlängerten Lockdowns im Januar keine Gottesdienste vor Ort haben, werden die schönen Ergebnisse noch bis Ende Januar zu bewundern sein.“

Von Holger Klemm

Die evangelische Kirchengemeinde Gravenbruch hat eine Lösung für ihr großes Gelände gefunden. Rechts sind die von den Konfirmandenjahrgängen gepflanzten Bäume zu sehen.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare