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Mammutprojekt in Neu-Isenburg in den Startlöchern

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Von: Barbara Hoven

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Neuralgischer Punkt: An der Kreuzung der Frankfurter Straße zur Hugenottenallee (hier nach links gehend) stehen Änderungen an, auch eine Ampel kommt dort hin.
Neuralgischer Punkt: An der Kreuzung der Frankfurter Straße zur Hugenottenallee (hier nach links gehend) stehen Änderungen an, auch eine Ampel kommt dort hin. © Strohfeldt

Ein Teil der wichtigen Neu-Isenburger Verkehrsachse Hugenottenallee wird – sofern das Wetter mitspielt – bereits in wenigen Wochen zur Baustelle: Ab Februar soll der Austausch des Kanals auf dem Abschnitt zwischen Dornhof- und Frankfurter Straße beginnen.

Neu-Isenburg - Eine Herausforderung sei es, die unterschiedlichen Zufahrten zu Grundstücken aufrecht zu erhalten, auch wegen der Rettungswege, erläutert Steffen Ullbrich vom DLB. Daher sei es nötig, den Kanalbau in zwölf Abschnitte zu teilen, „die Arbeiten rutschen Stück für Stück weiter, angefangen bei der Dornhofstraße“.

Die Kanalarbeiten sind der Auftakt zu einem Mammutprojekt, das nach derzeitiger Planung insgesamt bis Dezember 2023 dauern wird: Der besagte Abschnitt der Hugenottenallee soll, wie berichtet, saniert und um rund drei Meter verbreitert werden. Das eilt bekanntlich aus Sicht der Stadt – auch, weil dem Straßenstück, um das es geht, unter anderem im Zuge der äußeren Erschließung des neuen Stadtquartiers Süd wichtige Bedeutung zukommt. Und dann perspektivisch in einem noch größeren Kontext: Denn die Hugenottenallee wird während des Umbaus der L 3117 und dem Bau der Regionaltangente West eine bedeutende Umleitungsfunktion haben.

Die unterirdische Infrastruktur den aktuellen Anforderungen anzupassen, ist die eine Seite der Medaille: Auf einer Länge von 500 Metern wird der Regenwasserkanal vergrößert und auf 75 Metern der Schmutzwasserkanal erneuert. Die andere Seite ist die Sanierung der Straße samt Aufwertung des Straßenraums. Dazu gehört auch die Umgestaltung der Kreuzungen im Bereich der Hugenottenallee/Frankfurter Straße und an der Du-Pont-/Neuhöfer- und Frankfurter Straße. Nach den Plänen des beauftragten Ingenieurbüros Gringel GmbH wird laut Magistrat an der Kreuzung Du-Pont-Straße/Neuhöfer Straße/Frankfurter Straße eine Abbiegespur von Norden kommend in Richtung Du-Pont-Straße eingerichtet. Im Bereich der Kreuzung Hugenottenallee/Frankfurter Straße werden die Fahrbahnen neu aufgeteilt und eine Ampel aufgestellt.

Für den Straßenbau rechnet man im Rathaus mit Kosten von etwa 2,7 Millionen Euro, die Kanalbauarbeiten liegen bei 1,2 Millionen. Insgesamt wird das „Riesenprojekt im Straßenbau“, wie Bürgermeister Herbert Hunkel es jüngst nannte, die Stadt also etwa 3,9 Millionen Euro kosten.

„Wir wollen mit der gesamten Maßnahme nicht nur den Verkehrsfluss verbessern, sondern auch die Verkehrsflächen zeitgemäß aufteilen. Dazu gehören breite Gehwege, barrierefreie Querungsmöglichkeiten der Straße und barrierefreie Bushaltestellen“, erläutert der Rathauschef die Grundzüge der gesamten Planung. Auch eine sichere Radverkehrsführung sei ein Ziel. Mit Parktaschen soll der ruhende Verkehr geordnet werden. „Wir werden versuchen, den Baumbestand am Straßenrand möglichst zu erhalten“, betont Hunkel.

Von Barbara Hoven

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