Arbeiten am Pavillon der Hans-Christian-Andersen-Schule sind im Zeitplan

Mehr Platz an Neu-Isenburger Grundschule

Die Hans-Christian-Andersen-Schule verfügt im neuen Schuljahr über einen modernen Pavillon. Architekt Andreas Weigand, Fachdienstleiterin Andrea Schaub und Landrat Oliver Quilling haben die Baustelle besichtigt.
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Die Hans-Christian-Andersen-Schule verfügt im neuen Schuljahr über einen modernen Pavillon. Architekt Andreas Weigand, Fachdienstleiterin Andrea Schaub und Landrat Oliver Quilling haben die Baustelle besichtigt.

Farbeimer, Werkzeugkisten, Metallleisten oder Abdichtungsmaterial ist reichlich unübersichtlich in dem Klassenraum des neuen Pavillons an der Hans-Christian-Andersen-Schule in Neu-Isenburg verteilt. Aber bei Dr. Andrea Schaub, Chefin des Fachdienstes Gebäudewirtschaft im Kreis Offenbach, sorgt dieser Anblick keinesfalls für Nervosität.

Neu-Isenburg - Schaub ist guter Dinge, dass die Grundschüler die vier neuen Klassenräume, die über die Sommerferien entstanden sind, in etwas mehr als einer Woche für sich einnehmen können. „Ja, es ist zu sehen, dass hier noch gearbeitet wird, aber wir sind sehr gut im Zeitplan“, ist die Fachdienstleiterin bei einem Besuch der Baustelle an der Hans-Christian-Andersen-Schule gemeinsam mit Landrat Oliver Quilling zufrieden.

Die Container, die am Rande des Schulgrundstücks zur Georg-Büchner-Straße aufgebaut wurden, sind edel schwarz mit großen Fensterfronten. Die einzelnen Elemente sind innen wohnlich mit Rigipswänden verputzt und mit richtigen Fluren und Treppenhaus und modernster Technik wie den Whiteboards ausgestattet. Die Räume haben Akustikdecken zur Schallreduzierung, Außenjalousien und ein gedämmtes Sekundärdach für einen verbesserten Wärmeschutz im Sommer. „Die modernen Pavillons sind nicht mehr mit denen zu vergleichen, wie wir sie von früher kennen“, betont Oliver Quilling.

Die Grundschule in der Gartenstraße, die jüngst ihren 50. Geburtstag feierte, platzt aus allen Nähten. „Wir wissen um den zusätzlichen Platzbedarf und planen die Erweiterung zu einer fünfzügigen Grundschule“, erklärt der Landrat. Zum einen steigen die Geburtenraten und die Stadt wächst auch durch Nachverdichtung und Neuerschließungen von Wohngebieten weiter. Dabei, so sagt Quilling, muss der Kreis die gesamte Stadt im Auge behalten. „Aus diesem Grund gibt es derzeit auch eine Machbarkeitsstudie für die Hans-Christian-Andersen- und die Albert-Schweitzer-Schule, da auch die Kinder aus dem Neubaugebiet Birkengewann und in Zukunft auch die Kinder aus dem neuen Stadtquartier Süd mitberücksichtigt werden müssen.“

Bei diesen Machbarkeitsstudien geht es vor allem um die Untersuchung, wie und ob die Grundstücke noch Entwicklungspotenzial haben. „Kinder brauchen ja nicht nur Unterrichtsräume, sie brauchen auch ausreichend Platz auf dem Pausenhof“, weiß der Landrat. Ein kompletter zweigeschossiger Neubau auf dem Gelände der Hans-Christian-Andersen-Schule wird nicht ausgeschlossen – aber alle Überlegungen stehen noch ganz am Anfang. Eine mögliche Perspektive könnte auch sein, in der Brüder-Grimm-Schule einen neuen Grundschulzweig aufzubauen.

Zum neuen Schuljahr haben die derzeit 260 Kinder an der Hans-Christian-Andersen-Schule schon mal etwas mehr Platz. Für Schulleiterin Meike Claus eine echte Erleichterung: „Wir sind sehr froh, dass wir jetzt die neuen Pavillons nutzen können.“ Der Kreis kalkuliert für die Containeranlage inklusive der vorbereitenden Arbeiten rund 740 000 Euro.

Von Nicole Jost

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